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Fortschritte in Sierra Leone

»… das Wasser, das Ich ihm geben werde, wird in ihm zu einer Quelle von Wasser werden, das bis ins ewige Leben quillt.« Joh. 4,14b

 

Es ist später Vormittag. Brennende Hitze. Drückende Luftfeuchtigkeit. Eine Gruppe von etwa einem Dutzend Männern und Jugendlichen haben sich am Mapandi River versammelt. Sie sind gerade 5 Kilometer aus dem kleinen Dorf Limba Bagbo hierher gegangen. Von ihren Stirnen fließen kleine Rinnsale von Schweiß und Wasser auf ihre Körper. Was wollen sie hier am Fluss? Weshalb nehmen sie diese weite Strecke zu Fuß auf sich?

Einige von ihnen haben Schaufeln, Eimer und Körbe dabei. Vom Ufer des Flusses tragen sie eine Schicht von Morast und Kleinpflanzen ab und graben darunter nach Sand. Die Körbe benutzen sie als eine Art Sieb, damit das Wasser ablaufen kann. Andere schöpfen mit bloßen Händen den Sand in ihre T-Shirts. Durch den Stoff hindurch kann das Wasser auch gut abfließen. Als alles gefüllt ist, machen sie sich wieder auf den 5 Kilometer langen Fußmarsch nach Limba zurück. Die Eimer voller Sand werden auf ihren Köpfen transportiert. Wofür ist nur all diese Mühe nötig?

Lasst uns ein wenig zurückblicken.

 

Die Gemeinde betet

Als wir in unserer Gemeinde begannen, für Sierra Leone zu beten, legten wir dem Herrn viele Anliegen vor. Es herrscht dort eine derartige Verwirrung, dass »Christen« und Moslems gemeinsame Feste feiern können und jeder seinen eigenen »Gott« anbetet. Es wurde uns klar: Dieses Volk braucht das Evangelium, das reine Wort Gottes!

Der Herr schenkte die Möglichkeit, dass man ihnen auf dem Dorfplatz im Freien das Wort Gottes verkündigen, sie in Schulen versammeln oder in privaten Häusern treffen konnte; doch der Dorfplatz ist wegen der immer wieder dort stattfindenden Zeremonien auf Dauer keine gute Lösung; die Klassenräume in der Schule sind zu klein und zudem meist belegt, und in Privathäusern ist es sehr eng und oft sehr dunkel. Also beteten wir um einen Ort, an dem man sich ungehindert versammeln kann. Doch nicht wir allein. All diese Anliegen haben wir auch unseren Missionsfreunden im Magazin mitgeteilt.

Gott hat dieses Anliegen gnädig erhört. Ein wenig später war es an der Zeit, den Einwohnern in Limba und den umliegenden Dörfern mitzuteilen, dass wir ein gesondertes Gebäude für die Lektionen, den Gottesdienst und die Gebetstreffen bauen möchten. Wie sehr haben sie sich darüber gefreut!

 

Das wichtigste Gut

Die Bewohner von Limba und den umliegenden Dörfern waren bereit, tatkräftig mit anzupacken, und Missionsfreunde waren willig, dieses Projekt zu unterstützen. So wurde in Limba mit dem Bau einer Kirche begonnen. Den Sand, den die Männer und Jungen dort am Fluss geholt haben, transportieren sie zu dem Platz, wo das Gebäude errichtet wird. Für dieses Gebäude brauchen sie eine riesige Menge an Sand – und Wasser, sehr viel Wasser. Wasser ist hier auf der Baustelle das wichtigste Gut. Wie gut, dass gerade Regenzeit ist!

Männer, Frauen und Kinder helfen mit. Kinder reichen den Männern Werkzeuge oder helfen den Frauen beim Kochen für die Mannschaft.

Mittlerweile steht die Kirche. Fenster und Tore sind in ihren Angeln. Weitere Meilensteine sind die Elektroinstallation und die Gesamtausstattung des Gebäudes.

Möchten Sie dieses Projekt in Sierra Leone unterstützen?

 

Eine ernste Lektion

Wasser ist nicht nur für den Bau eines Gebäudes ein wichtiges Gut, sondern auch für den Körper des Menschen. Das erinnert mich an die Begegnung Jesu mit der Samariterin am Brunnen, die gekommen war, um Wasser zu schöpfen. Sie gehörte zu einem Volk, das Gott nicht kannte und Ihn deshalb nicht in Wahrheit anbeten konnte. Diese Frau war eine Sünderin, und Jesus sah ihre geistliche Not. Er sah, dass sie eine Sklavin Satans war, auch wenn sie den Gott, den sie nicht kannte, »anbetete«. Und Er erklärte ihr, dass Er ihr lebendiges Wasser geben kann. Mit dem lebendigen Wasser meinte der Herr Jesus das ewige Leben, das wir von Ihm durch den Heiligen Geist empfangen können. Sehen wir hier, wie erstaunlich groß die Barmherzigkeit Jesu über Sünder ist?! Seine Liebe zum Vater und zu den Sündern hat Ihn dazu bewogen, am Kreuz Sein Leben zu lassen. Welch eine Gnade! Dieses Ereignis, das uns im Johannesevangelium Kapitel 4 berichtet wird, ist ein absolut passendes Bild für die Menschen in Sierra Leone. Sie beten einen Gott an, den sie nicht kennen. So gut wie jeder Einwohner dort, der kein Moslem ist, behauptet, er sei Christ; viele meinen auch, beide Religionen gleichzeitig praktizieren und zusätzlich den Geistern der Vorfahren dienen zu können. Gott weiß um diese geistliche Not. Auch wir wissen um ihre geistliche Not. Wäre es da nicht grob fahrlässig, sie sterben zu lassen, ohne ihnen zu sagen, wo sie lebendiges Wasser – ewiges Leben – finden können?

 

Eine kleine Schar

Es gibt selbst unter den Helfern beim Bau der Kirche nur sehr, sehr wenige, die errettet sind und ihren Glauben klar bezeugen können. Doch diese Brüder und Schwestern haben durch ihr Leben und ihren Eifer einen großen Einfluss auf ihre Umgebung – mehr als ihnen bewusst ist. Wir neigen dazu, uns zu sorgen, dass sie an diesem für die Seele so gefährlichen Ort – einem Ort, an dem der Geisterglaube mit Katholizismus und Islam vermischt wird – geistlich verhungern werden. Jeden Tag aufs Neue vertrauen wir diese Geschwister dem Herrn an und bitten Ihn um Seine besondere Fürsorge für sie. Möge das Wort Gottes sie belehren, überführen, zurechtweisen und in der Gerechtigkeit erziehen, damit diese Kinder Gottes zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet seien (2.Tim. 3,16-17). Mögen wir erkennen und völlig darauf vertrauen, dass das Wort Gottes absolut genügt.

 

»Lasst die Kinder zu Mir kommen!«

Sehen Sie diese Kinder? In Limba sind ca. 300 Kinder. Wir haben diese Kinder in der Schule besucht und ihnen Hefte gegeben, in denen sie von unserem großen Gott und Seiner Schöpfung lesen können. Gemeinsam wurde über jede Eigenschaft Gottes, die man darin finden kann, und über die Werke Gottes gesprochen und den Kindern erklärt, dass der Mensch wegen seiner Sünde keine Gemeinschaft mit Gott haben kann und Errettung braucht. Dann erklärten wir ihnen das Evangelium, die frohe Botschaft von Jesus Christus.

Sie bekamen am Ende der Lektion Buntstifte und durften die Bilder im Heft ausmalen. Doch das Traurige ist, dass nicht alle Kinder an der Lektion teilnehmen konnten. Der Grund dafür ist, dass nicht alle Kinder zur Schule gehen. Es gibt offiziell erst seit fast eineinhalb Jahren kostenlose Bildungsmöglichkeit an Primar- und Sekundarschulen sowie eine Schulpflicht von 9 Jahren. Tatsächlich gibt es im Chiefdom (Stammesgebiet) Bagbo schon länger Schulen, die kostenfreien Schulbesuch anbieten. Auch die alte Grundschule in Limba ist für die Schüler »kostenfrei«. Allerdings müssen die Eltern für ihre Kinder im schulfähigen Alter Schuluniformen und -material selbst bezahlen. Nicht alle Familien sind dazu in der Lage, für diese Kosten aufzukommen, und so bleiben die Kinder aus den ärmsten Familien zu Hause bzw. verbringen ihren Tag auf der Straße.

Unser Wunsch ist es, diese Kinder sowie die Kleinen, die unter 6 Jahren sind und deshalb noch nicht zur Schule gehen dürfen, mit dem Evangelium zu erreichen und ihnen Lesen, Schreiben und Rechnen beizubringen. Eine junge Frau hat mit dem Material, das sie von uns erhalten hat, bereits mit Bibellektionen begonnen. Sie hat auch an unseren Bibelseminaren vor Ort teilgenommen, und wir planen, Material zusammenzustellen, das sie im Anschluss nutzen kann. Man muss sich immer vor Augen halten, dass die Kultur in Sierra Leone eine völlig andere ist als die europäische, und dass auch die alltäglichen Herausforderungen der Menschen dort sich von den unseren weit unterscheiden. Deshalb beten wir um Verständnis und Weisheit für uns und dass Gott den Menschen vor Ort geöffnete Herzen schenken möge.