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Die mächtige Waffe Gottes

»… die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig durch Gott zur Zerstörung von Festungen, sodass wir Vernunftschlüsse zerstören und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und jeden Gedanken gefangen nehmen zum Gehorsam gegen Christus …«
2. Korinther 10,4-5

 

Sierra Leone ist ein westafrikanisches Land, in dem extreme Zustände herrschen. Dabei ist die Armut nicht die schlimmste Not. Die Menschen in diesem Land leben in größter religiöser Verwirrung. Sie haben ein fürchterliches Bild von dem lebendigen und heiligen Gott, vermischen ihren Geisterglauben mit dem Islam und dem Christentum und meinen, sie könnten allen Göttern gleichzeitig dienen.

Wir sahen es für richtig an, unseren Mitarbeiter Daniel zum zweiten Mal, und zwar für eine längere Zeit, dorthin zu senden, weil es sich ja um sein Heimatland handelt. Mit der Gemeinde vor Ort in Reichshof haben wir Literatur und einiges mehr für die Reise vorbereitet. Auch andere Missionsfreunde beteiligten sich mit Gaben, sodass wir Bibeln und evangelistische Literatur nach Afrika schicken konnten, um sie dort unter dem Volk zu verteilen. Wir danken dem Herrn besonders auch für die Spenden, die eingingen, um die gesamte Reise zu finanzieren.

 

Moslems hören die Evangeliumsbotschaft

In einem Gebiet in der Nähe der Stadt Bo dominiert der Islam. Wir wussten, dass es dort einige Moscheen gibt und Imame die Menschen in ihrem Irrglauben festhalten. Der Herr hat es uns aufs Herz gelegt, gerade diese muslimischen Dörfer zu besuchen, um diesen Menschen das Evangelium der Gnade Gottes zu predigen und ihnen zu sagen: »So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden« (Apg. 3,19).

Also machte sich Daniel in Afrika, von Gebeten begleitet und mit Bibeln bepackt, auf den Weg in dieses Gebiet. Er sprach mit vielen Menschen über Christus, den einzigen Retter der Seelen; darunter waren auch einige Imame (Gelehrte des Islam), mit denen er persönlich, von Mann zu Mann, sprechen und denen er eine Bibel überreichen konnte.

Wenn wir von diesen Männern hören, denken wir unvermittelt an einen Imam in Kasachstan, den Gott durch die Verkündigung Seines Wortes und das Wirken des Heiligen Geistes zur Umkehr brachte. Ist es Ihm unmöglich, auch diese von Sünde versklavten Menschen in Sierra Leone zur Buße zu führen? Gottes Wort ist die mächtige Waffe, gegen die der Verstand und die Logik des Menschen nicht ankommt. Sein Wort hat Rettungskraft.

 

Woher kommt das Böse?

Die Menschen in Sierra Leone werden von anderen Dingen bewegt als wir. Ihr Alltag und ihre religiöse Prägung sehen anders aus als in unserer Kultur. Demnach stellen sie auch andere Fragen, als wir sie in Deutschland von Menschen zu hören bekommen, wenn wir ihnen das Evangelium verkündigen. Einige Fragen sind simpel und schnell beantwortet, andere Fragen betreffen grundlegende Themen und müssen im Zusammenhang der biblischen Lehre beantwortet werden. Einmal sagte einer der Zuhörer zu Daniel: »Du sagst, dass Gott heilig und gut ist. Er ist der Schöpfer von allem, und alles, was Er erschaffen hat, ist gut. Aber Satan ist schlecht. Hat Gott also doch auch das Böse erschaffen? Oder wo kommt Satan her?«

Daniel erklärte, dass Gott alles erschaffen hat, darunter auch die Engel. Satan war früher ein Engel Gottes, der einzig und allein dazu bestimmt war, Gott zu dienen. Aber er wollte wie Gott sein und sich selbst einen Thron und ein Regiment errichten. Er rebellierte mit einer großen Zahl anderer Engel, die seine Anhänger wurden, gegen Gott. Deshalb warf Gott sie alle aus dem Himmel hinaus und kündigte an, dass Er sie für ihren Aufstand noch viel härter bestrafen werde. Ihre Strafe wird die ewige Verdammnis in der Hölle sein. Gott ist heilig und gerecht. Er duldet keinen Ungehorsam und keinen Aufstand. Und weil Er gerecht ist, wird Er jeden Aufstand, jede Rebellion gegen Ihn bestrafen. Wenn Jesus Christus zum zweiten Mal auf diese Erde kommen wird, werden die Gerechten für immer bei Ihm sein, die Ungerechten aber für immer verworfen.

Durch solche Situationen wird uns in der Missionsarbeit immer wieder neu bewusst, wie wichtig es ist, den Menschen nicht nur die Errettung in Jesus Christus zu verkündigen, sondern mit dem Anfang der biblischen Botschaft zu beginnen. Welch ein Bild haben die Menschen von Gott, wenn sie annehmen, dass irgendetwas von dem, was Gott erschaffen hat, unvollkommen oder schlecht sei?! Gott ist der absolut Heilige! Er ist Licht, und in Ihm ist gar keine Finsternis. Folglich kann nichts von dem, was Er erschafft, tut, sagt oder denkt, irgendeine Unvollkommenheit oder einen Fehler aufweisen.

 

»Jesus? Wer ist das?«

Während Daniel mit seiner Frau Patricia die Dörfer besuchte, begegneten sie Menschen, die zum ersten Mal in ihrem Leben eine Bibel in der Hand hielten. Sie hatten bisher noch nie etwas aus Gottes Wort, noch nie etwas über Jesus Christus gehört und wurden nun zum ersten Mal mit der Wahrheit des Wortes konfrontiert. Es ist schwer, unsere innere Erschütterung darüber zu beschreiben. Hier sind Menschen, die noch nie die Botschaft gehört haben, durch die sie Frieden mit Gott bekommen können! Unsere Geschwister haben mit ihnen das wertvolle Buch »Was du über das Heil wissen musst« von Peter Jeffery Seite für Seite durchgenommen.

 

Aufmerksame Zuhörer bei drückender Hitze

Es gab meist keinen passenden Raum für alle, und so saßen sie draußen unter freiem Himmel im Schatten der Bäume – aber nur an trockenen Vormittagen, denn es war mitten in der Regenzeit, als sie zu den Dörfern fuhren, um ihnen das Evangelium zu bringen. Es herrschte eine große Luftfeuchtigkeit und Schwüle, und es gab kaum etwas, das ihnen Erleichterung verschaffte. Und trotzdem kamen Alt und Jung, Männer, Frauen und Kinder, um die Botschaft zu hören. Wir haben uns so darüber gefreut! – Können Sie sich das vorstellen? In Sierra Leone herrscht zurzeit eine Luftfeuchtigkeit von etwa 90 %, und das bei 28 °C; es regnet so gut wie täglich. Und dennoch kommen die Menschen zusammen und hören aufmerksam zu, wenn Gottes Wort gepredigt wird. Daniel durfte ihnen von der wunderbaren Begegnung unseres Herrn mit der Samariterin am Jakobsbrunnen erzählen. Am Ende der Predigt wurden viele Fragen gestellt, die mit Gottes Hilfe beantwortet werden durften. Einige Menschen waren vom Wort Gottes sehr ergriffen, und sie baten Daniel, bald wiederzukommen und ihnen mehr von diesem Retter zu berichten, der das lebendige Wasser schenkt.

Hier konnten wir das Gnadenwirken Gottes sehen; hier hat der Herr einigen das Herz für das Evangelium geöffnet, so dass sie das Wort bereitwillig aufnahmen.

In anderen Dörfern, wo eine etwas größere Lehmhütte zur Verfügung stand, zogen sie es vor, sich darin zu versammeln.

Es ist Gnade, dass der Herr uns erlaubt, Ihm unter diesem Volk zu dienen! Wir fragen uns immer wieder: »Herr, warum wir? Wir sind nur eine kleine Gruppe und haben nichts, was wir zu Deinem Reich beisteuern könnten.« Doch die Liebe Christi drängt uns jedes Mal aufs Neue, damit weiterzumachen.

Ein weiteres Ziel war es auch, wieder Schulen zu besuchen und den Kindern und Jugendlichen die rettende Botschaft von Jesus Christus zu bringen. Beim letzten Mal wurde eine »christliche« Schule besucht, in der »Christen« und »Moslems« die Schüler unterrichten; dieses Mal waren Daniel und Patricia auch in einer muslimischen Schule. Es ist wirklich ein Wunder Gottes, dass sie in diese Schule hinein durften, um dort das Evangelium weiterzugeben.

Sie brachten den Schülern Bibeln und Schriften, und Daniel erklärte ihnen den großen Rettungsplan Gottes durch Jesus Christus. Dabei ging es zuerst um den dreieinigen Gott, um Seine Heiligkeit und Gerechtigkeit; um den einzig wahren Gott, dessen Augen so rein sind, dass sie das Böse nicht einmal ansehen können; ein Gott, der alles Böse, jede Sünde bestrafen muss und wird. Daniel zeigte ihnen, dass sie aufgrund dessen und wegen ihrer Sünde ein großes Problem mit Gott haben, denn Er wird sie zur Strafe dafür in die ewige Verdammnis schicken müssen. Doch weil Er Sünder wie sie liebt, hat Er Seinen einzigen Sohn auf die Erde geschickt. Er kam zu uns sündigen Menschen, zu den Kranken, zu denen, die sich nach Erlösung sehnen. Jeder, der einsieht, dass er ein Sünder ist, und Buße tut, jeder, der an Jesus Christus und Sein Opfer am Kreuz glaubt, wird errettet.

Die Schüler hörten die ganze Zeit aufmerksam zu. Natürlich gab es viele Fragen und Antworten. Den Kleinen gab Patricia zudem Buntstifte und Ausmalhefte, in denen schlicht und klar über Gott und Seine Schöpfung geschrieben wird. Wie sehr haben sie sich darüber gefreut!

Leider waren insgesamt nicht genug Bibeln und Literatur vorhanden. Wir haben bisher die Erfahrung gemacht, dass die Menschen dort sich sehr darüber freuen, wenn sie ein Buch geschenkt bekommen, und es gern lesen. Der Herr gab Daniel und Patricia viele Möglichkeiten, um Sein Wort unter dem afrikanischen Volk auszubreiten, während in unserem Land die meisten Leute das Evangelium nicht hören wollen. Es ist ganz klar, dass der Herr uns dort eine Tür für das Evangelium geöffnet hat. Diese große geistliche Not gilt es nun zu stillen; doch dazu ist noch viel Material notwendig.

Es ist so wertvoll, Kindern und Jugendlichen das Evangelium zu bringen. »Oh Herr, bitte lass den Samen Deines Wortes in ihren Herzen aufkeimen, bitte wirke Du Frucht in diesen jungen Herzen, damit sie Dich lieben und Dir dienen!« – Das ist unser Gebet für sie.

 

Wiedergeburt und Bekehrung

An einem Sonntag predigte Bruder Daniel über das 3. Kapitel aus dem Johannesevangelium. Jesus sagte zu Nikodemus, dass man von Neuem geboren werden muss, um das Reich Gottes sehen zu können.

Er verdeutlichte, dass die Wiedergeburt etwas ist, das von Gott gewirkt wird. Sie ist ein schöpferischer Akt Gottes, bei dem die Menschen völlig passiv sind und nichts dazu beitragen können, überhaupt nichts. Wir lesen in Johannes 1,13, dass die Gläubigen »nicht aus dem Blut noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind«.

Die Bibel zeigt uns in Jakobus 1,18, dass unsere Wiedergeburt durch die Kraft des Wortes Gottes geschieht: »Nach Seinem Willen hat Er uns gezeugt durch das Wort der Wahrheit, damit wir gleichsam Erstlinge Seiner Geschöpfe seien.« Es ist die wirksame Berufung Gottes, die durch das Mittel des lebendigen Wortes Gottes ergeht, die den unvergänglichen Samen aufgehen lässt, sodass die Wiedergeburt stattfindet.

In der Wiedergeburt findet eine wirkliche Veränderung statt, und zwar in uns. Es entsteht neues Leben, das Gott in uns hineinlegt – ein neues Prinzip des Lebens und des Gehorsams. In der Wiedergeburt sind wir zwar völlig passiv und spielen darin überhaupt keine Rolle; doch bei der darauf folgenden Bekehrung handeln wir: Wir wenden uns von den Götzen ab und bekehren uns zum Herrn; wir bereuen und bekennen Ihm unsere Sünden.

Jesus sagt in Matthäus 18,3: »Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel kommen!« Somit ist die Bekehrung heilsnotwendig. Niemand wird als Christ geboren. »Wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen«; wir standen alle unter der Erbsünde, sodass wir alle eine Bekehrung erleben mussten; und darüber spricht die Bibel ausdrücklich.

Nun, bevor jemand zur Bekehrung kommt, muss er das Evangelium gehört haben; denn er muss ja an den Herrn Jesus glauben.

In Römer 10,10-17 schreibt Paulus über die Verkündigung des Evangeliums und über die Frage, wie es dazu kommt, dass Menschen zu glauben beginnen. Und hier ist seine Schlussfolgerung: »Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort« (Röm. 10,17). Auf diesem Wege entsteht der Glaube und wird aktiv. Er wird durch das Wort Gottes hervorgerufen, durch die Wahrheit, durch das Evangelium, durch die verkündigte Botschaft. 1.Petrus 1,23 erinnert uns daran: »Ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, durch das lebendige Wort Gottes, das in Ewigkeit bleibt.«

Und mit vielen anderen Worten erklärte Daniel ihnen das Evangelium der Gnade Gottes und sprach eindringlich von der Notwendigkeit der Buße, damit ihre Sünden ausgetilgt würden.

Sie waren es eigentlich nicht gewohnt, so lange zuzuhören, doch die Reaktionen auf diese Predigt waren so erstaunlich! Viele der Zuhörer waren über ihre Sünde betrübt; es wurden ganz fundamentale Fragen von ihnen gestellt, mehr als wir erwartet hätten.

Erkennen wir, dass das Wort Gottes die mächtigste Waffe, das stärkste Mittel für die Evangelisation unter Ungläubigen und auch für die Zurechtweisung und Heiligung der Gemeinde ist?

Wir wissen, dass manche Saat, die ausgestreut wird, auf felsigen Boden fällt und keine Frucht bringt; andere aber fällt auf guten Boden und bringt durch Gottes Gnade Frucht.

Wir würden uns freuen, wenn Sie mit uns in die Gebete für das afrikanische Volk in Sierra Leone einstimmen würden. Möge der Herr durch Sein kraftvolles Evangelium neues, völlig verändertes Leben schenken und uns dabei als Seine Werkzeuge gebrauchen!