Main menu

Magazin Abo

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

MVH2018 2

Ausgabe 2/2018: Die Kraft des Evangeliums

Eine Botschaft, die Frucht trägt

»... denn unser Evangelium ist nicht nur im Wort zu euch gekommen, sondern auch in Kraft und im Heiligen Geist und in großer Gewissheit ...« (1.Thess. 1,5)

Gott hat uns als Christen eine Botschaft anvertraut. Diese rettende Botschaft sollen wir treu ausbreiten; alle Menschen sollen sie hören. Wir sollen ihnen erzählen, was Gott in und durch Jesus Christus getan hat. Es ist wichtig, uns immer wieder vor Augen zu halten, was der Kern der Botschaft ist, die wir weiterzugeben haben. Dabei können wir vom Apostel Paulus lernen.

Er verkündigte den Thessalonichern das Evangelium zum ersten Mal auf seiner zweiten Missionsreise. In Apostelgeschichte 17,2-3 sehen wir, wie Gott durch die Verkündigung des Evangeliums wirkte: »Paulus aber ging nach seiner Gewohnheit zu ihnen hinein und redete an drei Sabbaten mit ihnen aufgrund der Schriften, indem er erläuterte und darlegte, dass der Christus leiden und aus den Toten auferstehen musste, und [sprach]: Dieser Jesus, den ich euch verkündige, ist der Christus!«

Paulus erklärte den Zuhörern, dass der Messias leiden musste, um Gottes Ratschluss zu erfüllen. Das Ergebnis seiner Verkündigung war: »Und etliche von ihnen wurden überzeugt und schlossen sich Paulus und Silas an, auch eine große Menge der gottesfürchtigen Griechen sowie nicht wenige der vornehmsten Frauen« (Vers 4).

Paulus konnte Gott für die Thessalonicher danken, weil sie alle an den Herrn Jesus Christus glaubten. Bei ihnen war deutlich zu sehen, dass sie den Herrn persönlich als ihren Retter kannten. Die Gemeinde in Thessalonich war insgesamt eine errettete Gemeinde, eine Versammlung wiedergeborener Christen. Viele Gemeinden heute sind deshalb ineffektiv, weil sie aus einer Mischung von Weizen und Unkraut bestehen.

Die Gemeinde in Thessalonich hatte ein herrliches Zeugnis. Die Gläubigen verbreiteten das Evangelium durch ihr vorbildliches Leben, durch das mündliche Zeugnis und die Verkündigung des Wortes Gottes. In 1. Thessalonicher 1,8-9 steht: »Denn von euch aus ist das Wort des Herrn erklungen; nicht nur in Mazedonien und Achaja, sondern überall ist euer Glaube an Gott bekannt geworden ... Denn sie selbst erzählen, ... wie ihr euch von den Götzen zu Gott bekehrt habt, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen.« Paulus brauchte anderen gar nicht von der Bekehrung der Thessalonicher zu berichten, weil sie ihre Bekehrung selbst mit ihrem Leben bezeugten. Sie waren Vorbilder für alle anderen, einschließlich für Gläubige.

Dieses wunderbare Zeugnis der Christen von Thessalonich ermutigt uns, auch danach zu streben, solch eine lebendige und seelengewinnende Gemeinde zu werden. Allein das lebendige Wort Gottes hat die Kraft, die Gläubigen durch den Heiligen Geist zu verändern und in das Bild Christi zu gestalten.

Wir wünschen, dass Sie durch das Lesen dieses Heftes darin ermutigt und gestärkt werden, dem Herrn, der Seine Gemeinde baut, von ganzem Herzen nachzufolgen.

 


 

MVH2018 1

Ausgabe 1/2018: Die Kraft des Evangeliums

Welches Evangelium hören und verkündigen wir?

»Ich lasse euch aber wissen, Brüder, dass das von mir verkündigte Evangelium nicht von Menschen stammt« (Gal. 1,11)

Als Christen glauben wir an die Evangeliumsbotschaft, die dem Sünder Rettung bringt. Doch was ist der Inhalt des Evangeliums, welches die Kraft zur Errettung hat?

Als ich an einem Samstag durch das Einkaufszentrum unserer Stadt ging, gab mir eine junge Frau ein christliches Traktat. Ich fragte: »Was steht da drin?« Sie antwortete: »Das weiß ich nicht genau, aber es ist ein christliches Traktat.« Mit dieser vagen Antwort ging ich weiter. Nicht weit entfernt sah ich eine Gruppe von Christen stehen, die christliche Lieder sang und Traktate verteilte. Ich freute mich, dass junge Menschen noch hinausgehen, um zu evangelisieren. Zuhause angekommen, las ich das Traktat und fragte mich: »Und wo ist das Evangelium?« Der Inhalt war lediglich, dass Gott Liebe ist und die Menschen sich für Jesus entscheiden sollen, wenn sie nicht in der Hölle landen wollen. Nichts wurde von dem Problem des Menschen – von seiner Sünde und Verlorenheit – erwähnt, nichts von dem Rettungsplan Gottes und nichts von Buße und Glaube.

Vielleicht haben wir uns schon an eine solche Art »guter Nachricht« gewöhnt; aber da gibt es ein Problem: Es ist nicht das Evangelium! Um die »frohe Botschaft« recht zu verkündigen, müssen wir sie zunächst recht verstehen. Denn was wir säen, das werden wir auch ernten. Haben wir das Evangelium kaum oder nur teilweise verstanden, können wir auch nur eine unvollständige Botschaft weitergeben. Doch wie können wir zu einem klaren Verständnis desselben kommen? Zuerst durch persönliches Bibelstudium. Doch neben dem eifrigen Studium der Heiligen Schrift und dem Aufschließen des Bibeltextes durch den Heiligen Geist kann uns hierzu sicherlich bibeltreue Literatur weiterhelfen. Wir sollten einige ältere Schriften der Puritaner aufmerksam studieren, wie z. B. die Bücher von John Bunyan und John Owen. Von großem Wert sind sicherlich auch Schriften von Spurgeon, Krummacher, Pink, Lloyd-Jones und Sproul. Auch in unserer Zeit gibt es treue Verkündiger, die das klare Evangelium predigen, wie John MacArthur, Steven Lawson, Peter Masters, Benedikt Peters, Paul Washer und andere.

Wir müssen ganz neu begreifen und darauf vertrauen, dass Gott Menschen durch die »Torheit der Verkündigung« errettet (vgl. 1.Kor. 1,18.21). Gott hat uns nicht nur aufgetragen, Sein Evangelium zu verkündigen; Er hat uns auch gesagt, wie wir dies tun sollen. Dabei sollten wir nicht aufhören, den Herrn der Ernte darum anzuflehen, dass Er Arbeiter in Seine Ernte senden möge. Es ist aber auch wichtig für uns, neu zu erkennen, dass Lehre und Theologie nicht etwas ist, was das geistliche Leben behindert, sondern dass dies die Grundlage allen geistlichen Lebens ist. Wir werden durch das Wort wiedergeboren, und wir werden durch dasselbe Wort geheiligt. Das Wort Gottes rüstet uns zu jedem guten Werk aus. Dazu gehört aber auch, dass wir uns dem Wort unterordnen und nicht unsere Erfahrungen zum Maßstab machen.

Das VOH-Magazin soll in der Gemeinde Jesu dazu mitwirken, dass das kraftvolle Evangelium recht verstanden und verkündigt wird. Der Artikel »Gib nicht auf« von R. C. Sproul, »Mein geistlicher Kampf« und weitere Artikel in diesem Magazin sollen diesem Ziel dienen. Missionsberichte aus Afghanistan und Sizilien bezeugen, wie durch die Verkündigung des Evangeliums heute Menschen errettet werden.