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Rastlos – Wo finde ich Frieden?

»Du suchst das Land heim und bewässerst es und machst es sehr reich; der Strom Gottes hat Wasser in Fülle. Du lässt ihr Getreide gut geraten, denn so bereitest Du [das Land] zu.«
(Psalm 65,10)

 

Nahe dem Äquator gibt es Jahreszeiten, die wir in Europa nicht kennen, Jahreszeiten, die vom Niederschlag abhängig sind – die Regenzeit und die Trockenzeit. Yakubu ist ein junger Mann aus Nigeria. Er weiß, was geschieht, wenn die Trockenzeit in der Savanne Nordnigerias anbricht. Alles Leben scheint auszusterben. Bäume verlieren ihre Blätter, die Erde trocknet völlig aus und bietet keine Nahrung mehr. Kein Samenkorn könnte aufgehen und Frucht bringen, weil ihm das nötige Wasser fehlt. Scharen von Lebewesen suchen rastlos nach Wasserlöchern, und viele von ihnen verdursten und verhungern. Doch sobald die Regenzeit einkehrt, erblüht das Land – seine überwältigende Schönheit ist atemberaubend. Es wird wieder von Wasserströmen erquickt, und eine Pflanze nach der anderen sprießt aus dem Boden.
Ebenso ist es, wenn Gott Sein Wort verkündigen lässt. Er erreicht mit Seinem Strom der Gnade Sünder, die geistlich tot sind, und Er erweckt sie zu neuem Leben durch Sein Wort des Lebens.

Es ist ein heißer Nachmittag. Im Flüchtlingslager in Palermo ist es ruhig. Die Bewohner haben sich ins Haus zurückgezogen, um vor der heißen Sonne geschützt zu sein. Da tritt ein Besucher ein. Er sieht anders aus als die Leiter und Mitarbeiter – denn er ist ein Afrikaner, gerade so wie die Flüchtlinge. Es ist Daniel, der Missionar aus Palermo. Yakubu hatte schon davon gehört, dass Daniel, wie sie alle, auch aus Afrika geflüchtet ist und nun Bibellehrer ist. 

 

Rastlos Wo finde ich Frieden 1

Daniel bei einem wöchentlichen Bibelunterricht im Flüchtlingslager, in dem Yakubu wohnt

 

 

Ruhe für die Seele

Yakubu berichtet: »Als Daniel in unser Lager kam, um uns zu besuchen, erzählte er uns von dem Wort Gottes. Er schenkte uns Bibeln und erklärte uns manches daraus. Dann kam er wieder und belehrte uns weiter, immer wieder, jedes Mal ein bisschen mehr. Wenn wir etwas nicht verstehen, erklärt er es noch einmal und beantwortet unsere Fragen anhand der Bibel.
Am Sonntag gehen wir zum Gottesdienst in Palermo, und auch dort belehrt er uns aus der Bibel.«

Rastlos Wo finde ich Frieden 2

Nun erinnert Yakubu sich an die Zeit in seiner Heimat. »Als ich noch in Nigeria war, ging ich zur katholischen Kirche; aber wir haben dort nicht die Bibel gelesen.« Und er fährt fort: »Heute bin ich glücklich, weil ich jetzt weiß, was die Bibel wirklich ist. Wir studieren Gottes Wort! Zweimal pro Woche haben wir Bibelunterricht und lernen, wer Gott ist und wer Christus ist.« Der Flüchtling freut sich sehr über Daniels Besuche im Flüchtlingslager. Der Missionar erklärt den jungen Männern den Rettungsplan Gottes: Er stellt ihnen Gottes Gerechtigkeit und Heiligkeit vor Augen, und dass der Mensch wegen seiner Sünde nichts anderes als Gottes Zorn verdient hat. Und Daniel zeigt ihnen den Weg zur Errettung. Woche für Woche lässt der Herr unter diesen Afrikanern Sein Wort verkündigen, und Er Selbst schenkt das Gedeihen dieses guten Samens. Nicht nur im Lager in Palermo, sondern auch in vielen anderen Lagern sieht man hier und da einen Hunger nach dem Wort Gottes aufkeimen, einen Hunger nach Erlösung – manchmal bei großen Scharen, manchmal bei kleinen Gruppen oder auch bei einzelnen Personen. Gott sagt in Seinem Wort: »Ich bin von denen gefunden worden, die Mich nicht suchten; Ich bin denen offenbar geworden, die nicht nach Mir fragten« (Röm. 10,20). Das ist ein erstaunliches Zeugnis Gottes, welches wir in den Flüchtlingslagern Siziliens bestätigt sehen.
Am Ende finden sich viele dieser Flüchtlinge aus unterschiedlichen Stämmen und Kulturen, mit unterschiedlichen Hintergründen und Lebensgeschichten, in einem kleinen Raum in Palermo zusammen. Hier hören sie das kraftvolle Evangelium, und hier kommen Neubekehrte hin, mit dem Verlangen, in der Gnade zu wachsen.

Wie könnte man diese Tür schließen, die der Herr auf Sizilien geöffnet hat?! Kann die Welt den Strom der Gnade Gottes aufhalten? – Nein. Nichts und niemand wird sich Gott entgegenstellen können. Solange Er will, wird dieser Strom von oben fließen, Sünderherzen erwecken und Kinder Gottes erquicken, damit sie Ihm dienen und Ihn lieben.

Wie der Herr Yakubu verändert, sehen wir in seinem Alltagsleben. Er ist ruhig und zurückhaltend; aber wenn es um den Dienst für Gott geht, ist er rege und voller Freude dabei. Findet der Bibelunterricht am Morgen statt, so weckt Yakubu seine Mitbewohner und spornt sie an. Wird im Missionshaus praktische Hilfe benötigt, so reicht ein Anruf, und Yakubu ist sofort zur Stelle, um tatkräftig mit anzupacken.
Wir möchten den Herrn für diese großen Segnungen preisen und Ihn bitten, dass Er die Flüchtlinge durch Sein Evangelium belehrt und überführt, damit sie zur Buße und zum Glauben kommen. Wir bitten Ihn, dass er die Gläubigen unter ihnen beständig durch Sein Wort zurechtweist und in der Gerechtigkeit erzieht (2.Tim. 3,16).
Die Flüchtlinge dürfen nicht arbeiten und haben viel Zeit, die sie nutzen können, um aus Gottes Wort zu lernen. Yakubu bestätigt das: »Ich bin sehr, sehr glücklich. Ihr wisst, dass ich keine Arbeit habe, und ihr habt mich viele Dinge gelehrt. Ich habe jetzt frei, ich arbeite jetzt nicht. Das ist eine große Chance für mich, zu lernen – viel über Gott und Sein Wort zu lernen. Es ist nicht nur eine Chance für mich, sondern auch für meine Freunde. Daniel kommt manchmal 5 Mal in der Woche in unser Lager, um uns zu unterweisen und immer wieder an den Gottesdienst zu erinnern. Es ist erstaunlich!«

 

Was bedeutet es, zu fliehen?

Was bewegt so viele Afrikaner dazu, ihr Land zu verlassen? Gibt es denn keine andere Möglichkeit für sie? Was heißt es überhaupt, zu fliehen? – Das Hörbuch Santas Flucht erzählt davon.
Den meisten scheint es so, dass diese Situation – wie so viele andere Dinge in der Welt – aus dem Ruder gelaufen ist. Doch wir Christen wissen, dass Gott noch nie die Kontrolle über das Weltgeschehen verloren hat, sondern dass Er es souverän lenkt. Sein Plan ist es, dass der Strom der Gnade, das Wasser des Lebens, jede Nation und jeden Volksstamm erreicht. Ist es nicht erstaunlich, dass wir durch diese »Flüchtlingskrise« eine wunderbare Möglichkeit haben, als Gottes Diener direkt vor Ort anderen Volksstämmen und Nationen den Weg zur Quelle des Lebens, zum Ruheort für die Seele, zu weisen?!

 

Bitte beten Sie für die Flüchtlinge ...

... dass Gott Selbst sie durch Sein Wort belehrt und von ihrer Sünde überführt!
... dass Gott die Gläubig-Gewordenen unter ihnen zurechtweist und in der Gerechtigkeit erzieht!