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Wer ist ein wirklich glücklicher Mensch?

»Glückselig sind die geistlich Armen, denn ihrer ist das Reich der Himmel!
Glückselig sind die Trauernden, denn sie sollen getröstet werden!« (Matthäus 5,3-4)

 

Wie sieht ein wahrhaft glücklicher Mensch aus?

Jesus Christus sagt, dass nur solch ein Mensch wirklich »gesegnet«, sprich glückselig ist, der diese Voraussetzungen in den Seligpreisungen erfüllt. Oder auch anders gesagt: Ein derartiger Mensch ist zu beglückwünschen, er ist zu beneiden, denn er allein ist wirklich glückselig.

Die Welt sehnt sich nach Glück, und es ist schon tragisch, zu beobachten, welche Wege Menschen gehen, um Glück zu finden. Leider suchen sie ein momentanes Glücksgefühl, doch damit vermehren sie eigentlich nur ihre Probleme und sind am Ende unglücklicher als zuvor.

An diesem Punkt kommt natürlich die abgrundtiefe Heuchelei der Sünde ins Spiel; sie verheißt uns alles Glück der Welt und führt doch immer ins Unglück, ins endgültige Elend und in die Erbärmlichkeit. Die Botschaft der Bergpredigt sagt uns dagegen: Willst du wirklich glückselig sein, dann ist hier der Weg zum wahren Glück zu finden. So und nur so sieht der Mensch aus, der wirklich glückselig und gesegnet ist. Das ist der Mensch, den man wahrhaft beglückwünschen kann.

 

Was muss bei Christen erkennbar sein?

Es gibt einige grundsätzliche Lektionen, die wir aus den Seligpreisungen lernen können. Und die erste ist: Alle Christen müssen so sein. Wenn wir die Seligpreisungen lesen, werden wir entdecken, dass sie uns eine Beschreibung dessen geben, wie jeder Christ sein soll.

Die zweite Grundregel ist: In allen Christen sollten alle diese Merkmale zu erkennen sein. Sie gelten nicht nur für alle Christen, sondern es ist aus diesem Grund notwendig, dass man bei allen Christen alle Merkmale der Seligpreisungen erkennen kann. Mit anderen Worten: Es geht nicht darum, dass einige Christen einige der Merkmale erkennen lassen und andere wiederum andere. Es ist falsch zu denken, einigen sei es vorbehalten, »geistlich arm« zu sein, während andere »Leid tragen« und wieder andere als die »Sanftmütigen« oder »Friedfertigen« bezeichnet werden können, usw. Nein, jeder Christ soll alle Merkmale vorweisen können und alle zur selben Zeit.

Allerdings entspricht es auch der Wahrheit und Wirklichkeit, dass sich im Leben einiger Christen manche Merkmale mehr erkennen lassen als andere; dies ist zwar so, aber es ist nicht von Gott so gedacht. Es hängt einfach mit unserer Unvollkommenheit zusammen, von der wir immer noch geprägt sind. Damit dürfen wir unseren diesbezüglichen Notstand aber nicht rechtfertigen. Was wir hier lernen sollen, ist, dass ein jeder von uns alle Seligpreisungen zu jeder Zeit praktizieren soll.

Der nächste wichtige Punkt ist, dass jede Seligpreisung notwendigerweise die andere voraussetzt. Beispielsweise können wir nicht geistlich arm sein, ohne zu trauern; wir können nicht trauern, ohne nach der Gerechtigkeit zu hungern und zu dürsten, und auch das können wir nicht ohne Sanftmut und Friedensbereitschaft.

Jede der einzelnen Seligpreisungen bedarf in gewissem Sinn aller anderen. Es ist völlig unmöglich, eine dieser Tugenden erkennen zu lassen und ihre verheißenen Segnungen zu empfangen, ohne dass unweigerlich auch die anderen Tugenden im Leben offenbar werden. Die Seligpreisungen bilden eine völlige Einheit, und niemand kann sie auseinanderreißen. Und deshalb sollen sie alle zur gleichen Zeit bei uns Christen gegenwärtig sein.

 

Keine natürlichen Veranlagungen

Keine der Seligpreisungen bezieht sich auf so genannte natürliche Veranlagungen. Jede einzelne dieser beschriebenen Charakterzüge beschreibt einen Zustand, den allein die Gnade und die Wirksamkeit des Heiligen Geistes herbeiführen. Das müssen wir begreifen. Kein Mensch entspricht von seiner Natur her der Beschreibung, die uns in den Seligpreisungen gegeben ist, und wir müssen sehr sorgfältig eine scharfe Trennung zwischen den geistlichen Qualitäten ziehen, die hier beschrieben werden, und den äußerlich erkennbaren Charakterzügen, die den geistlichen sehr ähnlich erscheinen können.

Es gibt Menschen, die bei uns den Eindruck hinterlassen, als seien sie auf ganz natürliche Weise geistlich arm; aber das ist es nicht, was unser Herr hier beschreibt. Andere wiederum hinterlassen den Eindruck, als seien sie von ihrer ganzen Veranlagung her sanftmütig. Wenn wir uns aber intensiver mit dieser Seligpreisung beschäftigen, dann können wir erkennen, dass die Sanftmut, von der Christus hier spricht, nichts mit der natürlichen Sanftmut gemein hat, die wir manchmal sogar bei nicht wiedergeborenen Menschen entdecken. Es handelt sich nicht um natürliche Qualitäten; kein Mensch ist von Geburt und vom Wesen her so, wie unser Herr es hier beschreibt.

Manche Leute sagen: »Ich kenne da jemanden, der nicht von sich behauptet, er sei ein Christ. Er besucht niemals einen Gottesdienst, liest nie die Bibel, betet nicht und bekennt frei und offen, dass ihn das alles nicht im Geringsten interessiert. Ich habe das Gefühl, dass dieser Mensch mehr vom Christentum an sich hat, als viele von denen, die in die Kirche laufen und beten. Er ist immer nett und freundlich; er sagt nie ein böses Wort, übt nie unfreundliche Kritik und ist immer bemüht, Gutes zu tun.«

Menschen, die so reden, schauen auf gewisse äußere Merkmale der betreffenden Person, über die sie sich Gedanken machen, und sagen: »Bei dem sind die Seligpreisungen ja mit der Hand zu greifen. Solch eine Person muss doch wohl ein Christ sein« – obwohl sie vom Glauben nichts wissen will. Diese Art von Verwirrung gibt es, und sie entsteht, weil man sich bezüglich biblischer Prinzipien nicht im Klaren ist. Mit anderen Worten: Wir müssen es verstehen, dass das, was wir hier bei jeder einzelnen Seligpreisung vorfinden, keine Beschreibung natürlicher Charaktere ist – es handelt sich vielmehr um Eigenschaften, die durch Gottes Gnade hervorgerufen werden.

Einige von uns sind von Geburt an aggressiveren Charakters, andere wiederum sind ruhige Typen; dann gibt es noch Menschen, die aufgeweckt und lebhaft sind, während andere zu den stillen Typen gehören. Diese unterschiedlichen Eigenschaften sind jedoch von rein physisch-natürlicher Art. Sie haben nichts mit der verändernden Kraft Gottes zu tun, nichts mit dem Verhältnis jener Menschen zu Gott. So wie sich Menschen in ihrer körperlichen Erscheinung unterscheiden, so unterscheiden sie sich auch in ihrem Temperament. Sollte das darüber entscheiden, ob jemand ein Christ ist oder nicht?
Gott sei es gedankt, dass sich die Dinge so nicht verhalten. Jeder von uns – unabhängig von Geburt und Anlage – soll als Christ so sein, wie er in den Seligpreisungen charakterisiert wird. Und wir sollen nicht nur so sein; wir können auch so sein. Das ist die zentrale Herrlichkeit des Evangeliums.

Das Evangelium kann den von Natur aus hochmütigsten Menschen nehmen und aus ihm jemanden machen, der geistlich arm ist. Es gibt wunderbare Beispiele dafür. Jemand schreibt, dass es nie einen – von seiner natürlichen Veranlagung her gesehen – stolzeren Menschen gegeben hat als John Wesley; aber er wurde ein wahrhaft geistlich Armer.

Nein, es geht hier nicht um natürliche Eigenschaften, das rein physische Wesen, das bei manchen dem christlichen Charakter ähnlich zu sein scheint. Wenn wir die Bergpredigt Jesu intensiv studieren und der Herr uns durch Seinen Geist die Wahrheiten darin zeigt, werden wir die grundsätzlichen Unterschiede sehen und erkennen.

Wir haben es hier mit Charaktereigenschaften und -merkmalen zu tun, die das Ergebnis der Gnade sind; sie sind das Gnadenwerk des Heiligen Geistes – und darum kann auch jeder wahre Christ von ihnen geprägt werden. Denn sie übergehen alle natürlichen Veranlagungen.

 

Wie unterscheidet sich ein Christ von einem Nichtchristen?

Es ist ungemein wichtig, dass alle Christen diesen entscheidenden Unterschied verstehen. Er ist heute leider sehr verschwommen; die Welt ist in die Gemeinden eingedrungen, und die Gemeinden verweltlichen. Die Unterscheidungslinie ist nicht mehr so deutlich erkennbar, wie sie es einmal war. Es gab Zeiten, da waren die Unterschiede eindeutig, weil das Wort Gottes meist klar gepredigt und gelehrt wurde. Das waren die großartigsten und segensreichsten Zeiten und Epochen in der Geschichte der Gemeinde Jesu. Es gibt in der heutigen Zeit leider nur noch wenige Orte, wo das Wort Gottes klar gepredigt und gelehrt wird. Demzufolge ist nur noch wenig von diesen Unterschieden zu sehen.

Wir kennen die Argumente, die uns immer wieder vorgehalten werden. Einige sagen, die Gemeinden müssten für Außenstehende anziehender wirken. Dahinter steckt die Idee, dass wir uns ihnen soweit wie möglich anpassen und angleichen müssten.

Vielmehr muss es unser Bestreben sein, uns so weit wie möglich von denen zu unterscheiden, die keine Christen sind. Unser Streben sollte sein, so zu sein wie Jesus Christus – je mehr, desto besser. Und je ähnlicher wir Ihm werden, umso unähnlicher werden wir dann allen anderen, die keine Christen sind.

Der Christ und der Nichtchrist sind total unterschiedlich in dem, was sie verehren. Der Christ schätzt den, der geistlich arm ist, während ein Nichtchrist einen derartigen Menschen verachtet.

Die Welt sagt von einem wahren Christen, dass er ein Schwächling sei, geradezu eine Beleidigung, eben unnatürlich, weil er nicht in die Gesellschaft passt. Das sind so einige Bezeichnungen, welche die Welt für Christen benutzt. Die Welt strebt nach Selbstbewusstsein und Selbstverwirklichung.

Der Christ dagegen strebt nach geistlicher Armut. Wenn wir in die Welt hineinschauen, wird uns klar, welche Art von Menschen sie bewundert! Was spricht den natürlichen Menschen an?

Was seinen Beifall hervorruft, ist genau das Gegenteil von dem, was in den Seligpreisungen steht. Die Welt feiert prahlerische Typen; aber genau diese werden in den Seligpreisungen verurteilt.

Es ist offensichtlich, dass ein weiterer Unterschied darin besteht, was die unterschiedlichen Menschengruppen suchen. »Glückselig sind, die … hungern und dürsten« - aber wonach gilt es zu hungern und zu dürsten? Nach Reichtum, Geld, gesellschaftlicher Stellung, Karriere, öffentlicher Popularität? Überhaupt nicht! Sondern »nach der Gerechtigkeit«! Und Gerechtigkeit bedeutet hier, mit Gott im Reinen zu sein.

Nehmen wir einmal jemanden, der nicht beansprucht, ein Christ zu sein, und der am Christentum auch nicht interessiert ist. Prüfe einmal, was er sucht und was er sich wirklich wünscht – es wird von den Seligpreisungen immer weit entfernt sein.

Außerdem sind diese beiden Menschengruppen auch absolut verschieden in dem, was sie tun. Dies ist notwendigerweise die Folge ihres Strebens. Wenn sie Unterschiedliches bewundern und suchen, dann praktizieren sie auch unterschiedliche Dinge. Das Resultat ist, dass das Leben, das der Christ führt, sich radikal unterscheiden muss von eines Nichtchristen.

Der Nichtchrist ist an dieser Stelle absolut konsequent. Er sagt, er lebe für diese Welt. »Dies«, so sagt er, »ist die einzige Welt, die es gibt, und ich werde mir alles nehmen, was ich nur haben kann.«

Der Christ hingegen sagt, er lebe nicht für diese Welt. Er betrachtet sein Leben in dieser Welt nur als Durchgangsstation für etwas viel Größeres, Herrlicheres – etwas Ewiges. Seine ganze Aussicht und seine angestrebten Ziele sind völlig anders. Er weiß daher, dass er dementsprechend auch anders leben muss. So wie der Nichtchrist konsequent ist, so geht auch der wahre Christ seinen Weg ganz konsequent. Wenn er wirklich Christ ist, wird er sich vom Nichtchristen unterscheiden – er kann nicht anders.

Der Apostel Petrus hebt dies sehr deutlich im 2. Kapitel seines 1. Briefes hervor. Dort sagt er: Wenn wir wirklich daran glauben, dass wir solche Menschen sind, die »aus der Finsternis zu Seinem wunderbaren Licht« berufen sind, dann sind wir auch aufgefordert zu glauben, dass wir etwas zu Gottes Verherrlichung seien.

Petrus fährt dann fort und sagt: »Geliebte, ich ermahne euch als Gäste und Fremdlinge: Enthaltet euch der fleischlichen Begierden, die gegen die Seele streiten; und führt einen guten Wandel unter den Heiden, damit sie da, wo sie euch als Übeltäter verleumden, doch aufgrund der guten Werke, die sie gesehen haben, Gott preisen am Tag der Untersuchung« (1.Petr. 2,11.12). Das ist nichts weiter als ein Appell an ihre Einsicht.

Es gibt nichts, das uns so ermutigen kann wie die Bergpredigt, das zu sein, was wir sein sollen, und so zu leben, wie wir leben sollen; so zu sein wie Christus: ein völliger Kontrast zu allen anderen, die nicht zu Christus gehören. Manch einer von uns ist schuldig geworden, weil er versucht hat, sich in allen Dingen den Menschen anzupassen, die von dieser Welt sind. Möge Gott ihm Raum zur Umkehr schenken, indem er diese Verirrung als völligen Widerspruch zum biblischen Glauben erkennt.