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Wie Jesus das Evangelium verkündigte

 

»Jesus antwortete und spach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, Ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren [gezeugt] wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen!« (Joh. 3,3)

 


 

Achten wir einmal auf die typische Präsentation des Evangeliums in unserer Zeit. Da hört man, wie die Sünder mit Worten wie diesen angeredet werden: »Nimm Jesus als persönlichen Erretter an!«; »Lade Jesus in dein Herz ein!«; »Bitte Christus, in dein Leben zu kommen!«; oder: »Triff eine Entscheidung für Christus!« Vielleicht sind wir schon an solche Redensarten gewöhnt, dass wir ganz erstaunt sind, wenn wir hören, dass keine von ihnen auf biblischem Sprachgebrauch basiert. Sie sind das Produkt eines verwässerten Evangeliums, und sie entstammen nicht dem Evangelium, das Jesus Christus verkündigte.

Das Evangelium Jesu war ein Ruf zur Jüngerschaft, ein Aufruf, Ihm in unterwürfigem Gehorsam nachzufolgen, und nicht nur eine Einladung zu einer Entscheidung oder zum Nachsprechen eines Gebets.

 

Mann-zu-Mann-Evangelisation

Jesu Begegnung mit Nikodemus in Johannes 3 ist das erste Beispiel für Seine Art der Mann-zu-Mann-Evangelisation, wovon die Evangelien berichten. Es klingt nach Ironie, dass Jesus, der so oft mit dem Unglauben und der offenen Feindschaft der Pharisäer konfrontiert war, Seinen evangelistischen Dienst damit begann, einem führenden Pharisäer zu antworten, der Ihn mit enthusiastischen und beifälligen Worten begrüßte. Wir würden erwarten, dass Jesus Nikodemus herzlich empfinge und sein positives Verhalten als ein Bekenntnis seines Glaubens auslegte. Das aber war nicht der Fall. Weit davon entfernt, Nikodemus zu ermutigen, behandelte Er ihn als Ungläubigen, weil der Herr seinen Unglauben und seine Selbstgerechtigkeit erkannte.

Nikodemus beginnt das Gespräch mit einem Glaubensbekenntnis: »Rabbi, wir wissen, dass Du ein Lehrer bist, der von Gott gekommen ist; denn niemand kann diese Zeichen tun, die Du tust, es sei denn, dass Gott mit ihm ist« (3,2).

Jesus, der »alle kannte« (2,24), verstand, was wirklich in Nikodemus’ Herz vor sich ging. Er überhörte sein Glaubensbekenntnis und beantwortete ihm stattdessen eine Frage, die er überhaupt nicht gestellt hatte.

Ohne Bestätigung der Aussage des Nikodemus, Jesus sei von Gott gekommen, gab Er ihm eine Antwort, die Seine Allwissenheit demonstrierte und dem Pharisäer vor Augen führte, dass er die volle Wahrheit nicht begriffen hatte. Nikodemus hatte es nämlich bezüglich Jesus nicht nur mit einem von Gott gesandten Lehrer zu tun, sondern er stand hier vor Gott persönlich – im Fleisch gekommen. Johannes schreibt in Kapitel 3,3: »Jesus antwortete und spach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, Ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren [gezeugt] wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen!«

Die Worte des Erretters versetzten Nikodemus in Bestürzung (3,9). Die Zeugnisstrategie unseres Herrn war es, direkt auf die Leute loszugehen, und gleich in dieser ersten Geschichte führt Er Seine direkte, konfrontative Methode ein. Nikodemus wusste auf Jesu Antwort nichts zu erwidern, enthielt sie doch überaus wichtige Wahrheiten, die ihn in Staunen versetzen mussten.

 

Jesus verlangte, dass dieser Pharisäer seine eigene geistliche Unfähigkeit anerkannte und sich von allem abwandte, was ihm bisher etwas bedeutete. »Wahrlich, wahrlich, Ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen!« (Vers 5). Jesus sagte also dem Nikodemus: »Du brauchst die geistliche Reinigung und die geistliche Wiedergeburt!« Gesetze und religiöse Rituale – einschließlich der Taufe – können kein ewiges Leben vermitteln.

 

Die nächste Frage dieses jüdischen Obersten offenbarte den Aufruhr in seiner Seele: »Wie kann das geschehen?« (3,9). Er konnte nicht glauben, was er da hörte.

»Jesus erwiderte und sprach zu ihm: Du bist der Lehrer Israels und verstehst das nicht?« (3,10). Diese Zurechtweisung des Herrn brachte Nikodemus vollends zum Schweigen.

 

Jesu Offensive machte außerdem einen wichtigen Lehrpunkt deutlich. Er zeigte, dass schon das Alte Testament klar den Weg der Errettung lehrt (vgl. 2Tim 3,15); Jesus verkündete keinen neuen Heilsweg, der sich von dem Weg zur Erlösung, den das Alte Testament aufweist, unterscheiden würde (vgl. Mt 5,17). Das heißt: Die Errettung im Zeitalter der Gnade ist keine andere als die unter dem Gesetz. Es besteht eine vollkommene Einheit in der göttlichen Offenbarung, und der Weg der Errettung im Alten Testament war derselbe wie der, den das Neue Testament aufgrund des Werkes Christi am Kreuz offenbart.

Nikodemus nährte eine große Sünde in seinem Herzen und wusste das nicht einmal: die Sünde des Unglaubens. Als er fragte: »Wie kann das geschehen?«, dachte er in Wirklichkeit: »Das kann ich nicht glauben.«

So schreibt Paulus in 1. Korinther 2,14: »Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist; denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt werden muss.« Geistliche Wahrheiten werden von einem Ungläubigen nicht für wahr gehalten; der Unglaube versteht nichts dergleichen.

Wie viele andere religiöse Leute wollte auch Nikodemus nicht zugeben, ein hilfloser Sünder zu sein. Jesus wusste um diese Wahrheit. Dieser Pharisäer hielt sich für einen großen geistlichen Führer. Jesus aber offenbarte ihm, dass er in Wirklichkeit ein hilfloser Sünder war.

 

Und wie lautet die Botschaft des Herrn? »Ihr müsst von neuem geboren werden!« (Joh 3,7). Wiedergeburt ist uns nicht freigestellt; sie ist eine absolute Notwendigkeit. Niemand – auch nicht der frömmste Pharisäer – ist davon ausgenommen. Und so haben wir den Ausgangspunkt des Evangeliums, wie Jesus es uns lehrte, gefunden: Es gibt keine Errettung ohne eine gottgewirkte Wiedergeburt.

 

Jesus machte den Sündern diese wunderbare Zusage: »Wer an Ihn glaubt, wird nicht gerichtet« (Vers 18), die Er dann aber mit der deutlichen Warnung an die Pharisäer ergänzte: »Wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat.« Jesus ist die einzige Quelle der Errettung. Wer nicht an Seinen Namen glaubt, ist verdammt und vom ewigen Leben ausgeschlossen. Es gibt keine Verheißung des Lebens – nur die Garantie der Verdammnis – für solche, die sich nicht von der Sünde abwenden und dem Glauben gehorsam werden.

Was wir heute brauchen, ist eine völlige Neubesinnung auf das Evangelium. Wir müssen zurückkehren zu der Grundlage biblischer Lehre von der Errettung – zu dem Evangelium, das Jesus predigte.

John MacArthur

 

(Entnommen aus: »Lampen ohne Öl« - Mit freundlicher Genehmigung vom CLV)