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Das »Geheimnis« des göttlichen Segens


Peter MastersIn einer vornehmen, aber etwas baufälligen Villa, die in ein christliches Konferenzzentrum umgewandelt worden war, saß eine kleine Gruppe von Teilnehmern einer Veranstaltung in einem Foyer. Im Laufe des Gesprächs kam man auf die »Zehn Gebote« zu sprechen.
Ein Student drückte sich zwar sehr vorsichtig aus, aber er meinte, die Zehn Gebote seien für ihn keine besondere Herausforderung oder Hilfe in seinem Glaubensleben, weil sie sich hauptsächlich mit schlimmen Sünden wie Götzendienst, Ehebruch, Diebstahl und Mord befassten. Natürlich seien darin auch der Ruhetag und das Lügen erwähnt, aber er könne sich nicht erklären, warum Regeln über Stolz, Selbstsucht oder schlechte Laune nicht vorkämen, geschweige denn die anderen Sünden, mit denen er zu kämpfen habe.
Ein älterer Herr aus der Gruppe sagte, die Zehn Gebote seien wohl nicht konkret genug, und er könne sehr gut verstehen, warum der reiche Jüngling meinte, er hätte sie alle gehalten.
Einer jungen Frau aus diesem Kreis waren sie wiederum zu negativ. Sie wünsche sich positive Lebensregeln, ähnlich den Seligpreisungen der Bergpredigt oder der Frucht des Geistes, wie sie Paulus erwähnte, nämlich Liebe, Freude, Friede, Geduld und so weiter. Solche Regeln seien für Christen schließlich relevanter.
All diese Leute waren ernsthafte Christen. Es wäre ihnen nicht im Traum eingefallen, selbst einen kleinen Teil der Bibel zu kritisieren.
Ein Pastor aus der Gruppe begann dann mit einer Verteidigungsrede über die Zehn Gebote. Für ihn seien sie Ursprung und Zusammenfassung aller biblischen Lebensregeln. Sie sprächen jede vorstellbare Sünde an, auch den Stolz und den Zorn. Er umriss ihre Rolle, ihren Umfang und ihre positiven Züge und zeigte auf, wie wertvoll sie auch für heutige Christen seien, wenn es um Charakterbildung gehe.

 

»Jetzt aber, da ihr von der Sünde frei und Gott dienstbar geworden seid, habt ihr als eure Frucht die Heiligung ... « (Röm. 6,22).
Im menschlichen Denken gibt es eine Tendenz, nach einem »Schlüssel« oder Grundprinzip zu suchen, das als eine Art »Erfolgsgeheimnis« die Lösung für alle Fragen bietet. Auch in christlichen Kreisen gibt es diesen Trend. Wortverkündiger oder Buchautoren aus Vergangenheit und Gegenwart behaupten gerne, das große Zentralthema gefunden zu haben, das ständige Freude und geistliche Frucht zur Folge habe. Verschiedene »Geheimnisse« werden als Triebkraft für das christliche Leben präsentiert, wie zum Beispiel das »Geheimnis der Heiligung« in der Heiligungsbewegung, die sogenannten Geistesgaben und als aktuellerer Trend »die Freude in Gott«. Es ist jedoch unklug, eine einzige Sache, und sei sie noch so sinnvoll, zum einzigen oder wichtigsten Weg zum göttlichen Segen zu machen. Christus ist für gläubige Menschen der Schlüssel zu allem – der Weg, Ihn zu kennen, Ihn zu haben, und Ihn zu lieben, Ihm zu dienen und sich darauf zu freuen, bei Ihm zu sein. In Seiner großartigen Zusammenfassung des göttlichen Gesetzes hat Er uns eine Vielzahl von »Zielen« genannt: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst!« (Lk. 10,27).

 

Nachdem wir Jesus als unseren Erlöser angenommen haben, werden wir gemäß dem Maßstab des Gesetzes unser Herz erforschen, unsere Seelen inspirieren und unseren Verstand beherrschen lassen. Das ist der Weg der Heiligung, das Leben in vollkommener Abhängigkeit des Heiligen Geistes. Das Gesetz bleibt unser Maßstab, unsere Richtschnur und unser Schutz. Sogar ausgesprochen geistliche Pflichten wie Glaube, Liebe und Aufrichtigkeit sind darin enthalten, besonders in den beiden ersten Geboten, in denen es darum geht, Gott allein zu lieben und Ihm zu vertrauen, während das dritte Gebot die Aufrichtigkeit hervorhebt.

 

Aus dem Blickwinkel eines erlösten Menschen findet sich fast jede positive und geistliche Herzenshaltung in den Zehn Geboten wieder. Natürlich gibt es auch Aufgaben, die uns das Evangelium stellt und die ausschließlich im Neuen Testament zu finden sind, wie zum Beispiel die Pflicht, von Christus Zeugnis abzulegen. Aber wenn wir sie richtig verstehen, bieten uns die Zehn Gebote einen großartigen und lebensnotwendigen Überblick für ein gottgemäßes Leben.

 

Wir haben Heiligung bitter nötig! Ohne sie können wir unsere Liebe zu Christus nicht richtig ausdrücken, denn Er hat gesagt: »Liebt ihr Mich, so haltet Meine Gebote!« (Joh. 14,15). Ohne sie kann es auch keine Gewissheit des Glaubens geben. Deshalb sagt Johannes: »Meine Kinder, lasst uns nicht mit Worten lieben noch mit der Zunge, sondern in Tat und Wahrheit! Und daran erkennen wir, dass wir aus der Wahrheit sind, und damit werden wir unsere Herzen vor Ihm stillen« (1.Joh. 3,18-19). Die Wirksamkeit unseres persönlichen Zeugnisses und das Wachstum der Gemeinde Jesu beruhen ebenfalls auf einem gottgemäßen Leben, denn der Apostel Paulus sagt: »Jeder, der den Namen des Christus nennt, wende sich ab von der Ungerechtigkeit«, um »geheiligt und dem Hausherrn nützlich, zu jedem guten Werk zubereitet« zu sein (2.Tim. 2,19.21).
Wirklich wirksames Gebet erfordert ebenfalls ein geheiligtes Leben, wie Jakobus es ausdrückt: »Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist« (Jak. 5,16). Durchhaltevermögen in schweren Zeiten kommt ebenfalls aus einem geheiligten Wandel. Das erfahren wir von Petrus, der darüber spricht, wie wir mit Schwierigkeiten umgehen sollen, und als Krönung seiner ermunternden Worte diese »Methode« empfiehlt:
»... sondern wie Der, welcher euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel.« (s. 1.Petr. 1,6-15)

 

Wer wagt es dann noch, eine bestimmte geistliche Pflicht als alleiniges »Erfolgsrezept« darzustellen? Der Herr offenbart uns im göttlichen Kodex der Zehn Gebote ganze »Familien« von Sünden, die wir vermeiden, und positive Eigenschaften, die wir uns zu Eigen machen sollen, »damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet« (2.Tim. 3,17). Wenn wir nach einem heiligen, gottgemäßen Leben streben, dann muss unser Hauptmotiv geprägt sein von der Empfindung, die Isaac Watts mit diesen Worten ausdrückt:
Eine solch erstaunliche göttliche Liebe erfordert mein Leben, meine Seele, mein ganzes Ich!

 

Dieser Artikel ist dem Buch »Gottes Lebensregel für Heiligkeit« von Peter Masters entnommen.