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Ein Hort für Hoffnungslose

 »Kommt her zu Mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will Ich euch erquicken! Nehmt auf euch Mein Joch und lernt von Mir, denn Ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Denn Mein Joch ist sanft und Meine Last ist leicht.«

(Matthäus 11,28-30)

 

»Kommt her zu Mir«, ruft der Herr Jesus denen zu, die von ihrer Sünde niedergedrückt sind. Er schickt sie nicht zur Kirche und auch nicht zur Beichte. Er ruft diejenigen, die ihre geistliche Hoffnungslosigkeit erkannt haben, zu Sich.

Das ist das Ziel der Geschwister in den christlichen Reha-Zentren in Kasachstan. Keine Therapiesitzungen mit überzeugenden Theorien, keine Entziehungskur, wie sie sonst üblich wäre – Gottes Wort wird gepredigt, und auf dessen verändernde Kraft wird vertraut.

Jesus zeigt hier auch, wie diese Erquickung andauern kann. Er sagt: »Nehmt auf euch Mein Joch und lernt von Mir …; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen!« Wer Seinem Wort gehorsam ist, Christus nachfolgt und von Ihm lernt, der wird Ruhe finden – Ruhe von der Sünde, von den inneren Leidenschaften und der Selbstsucht.

Das Reha-Zentrum nimmt unter anderem Drogensüchtige und Alkoholiker auf, die bereit sind, radikale Umstellungen im Leben mitzumachen. Diese Menschen sind von ihrer eigenen Sucht geplagt und sollen dort erfahren, dass ihr Problem noch viel größer ist, als sie annehmen; denn Gottes Zorn wird letztlich jeden Menschen treffen und ewige Strafe zur Folge haben. Die Patienten in den Reha-Zentren sind bereit, diese Verkündigung anzuhören. Doch Gott allein kann bewirken, dass aus dem ausgestreuten Samen des Wortes auch Frucht entsteht.

Bevor die Patienten ins Reha-Zentrum kommen, müssen sie zuerst für eine Woche ins Krankenhaus zur Dialyse. In der Regel werden sie für 1-2 Jahre aufgenommen, und jeder, der kommt, weiß, dass es ein christliches Reha-Zentrum ist.

Es gibt strenge Ordnungen, die jeder zu befolgen verpflichtet ist. Die Patienten arbeiten selbst für ihren Lebensunterhalt und sorgen dadurch selbst für das Essen, indem sie die hauseigenen Nutztiere wie Rinder und Hühner versorgen, Milchkühe melken, Gemüse, Obst und Kräuter anbauen und sich um den Haushalt und die Außenanlage kümmern. Wer zu Alkohol, Drogen oder Nikotin greift, muss das Reha-Zentrum verlassen.

An jedem Morgen kommen sie vor dem Frühstück für etwa 1,5 Stunden zur Andacht zusammen, und nach dem Frühstück wird gearbeitet. Nach dem Abendessen findet wieder eine etwa 1,5-stündige Andacht statt. Ilja leitet meist die Bibelstunden. Wir haben ihnen in Zusammenarbeit mit Spendern und Stiftungen Bibeln und geistliche Literatur, wie zum Beispiel Matthew Henry Bibel-Kommentare, geschickt, die sie für die Bibelarbeit gebrauchen.

Bereits über 400 Patienten waren in diesem Zentrum. Die Mitarbeiter vertrauen der Gnade Gottes, und es gibt schon viele Patienten, die durch die Evangeliumsverkündigung zum rettenden Glauben an Jesus Christus gekommen sind. Sie haben ihr Leben geordnet; einige haben inzwischen intakte Familien und Kinder. Sie sind völlig veränderte Menschen und dienen Gott und der Gemeinde.

 

Bei unserer letzten Reise durften wir mit (ehemaligen) Patienten persönlich sprechen und das Zeugnis ihrer Bekehrung hören. Jetzt freuen sich einige von ihnen darüber, Gott dienen zu dürfen, indem sie anderen helfen und ihnen die rettende Botschaft von Jesus Christus weitersagen.

Den Dank der Geschwister für die Bibeln und weitere Unterstützung möchten wir hier gerne weitergeben! Doch unser größter Dank gilt unserem treuen Herrn, der Missionsfreunde dazu gebraucht hat, die Mittel für diesen wertvollen Dienst bereitzustellen. Freuen Sie sich mit diesen Erretteten, dass sie nicht nur von ihrer Sucht freigeworden sind, sondern auch von ihrer Sünde errettet wurden!

 

In Kasachstan gibt es einige christliche Reha-Zentren, die mit Bibeln versorgt werden konnten. Bitte beten Sie für diese Arbeit! In Kasachstan gibt es ein großes Suchtproblem.

 

Zalina – zu schlecht, um errettet zu werden?

Kasachstan2Zalina, einer der Patienten, erging es anders als Ilja. Sie ist in einer christlichen Familie aufgewachsen und regelmäßig zur Sonntagsschule gegangen. Als Jugendliche hatte sie ungläubige Freundinnen, mit denen sie immer mehr Zeit verbrachte. Es ist unmöglich, in einer Gesellschaft zu sein, ohne mit der Zeit von ihr beeinflusst zu werden. Das traf auch auf Zalina zu. Sie hörte auf, die Gottesdienste zu besuchen, und bereitete ihren Eltern viel Kummer. Sie war ihnen gegenüber rebellisch und frech, übertrat eine Hemmschwelle nach der anderen, ging feiern und tanzen, rauchte und trank. Einiges tat sie nur, um ihre Eltern zu verletzen. Sie ließ sich schließlich mit einem Jungen ein, der sie in ihrem aufsässigen Verhalten nur weiter bestärkte. Ihren Schulabschluss schaffte sie nur knapp und hatte dann Schwierigkeiten, eine Ausbildung oder eine Arbeitsstelle zu bekommen. Trotzdem verließ sie das Elternhaus. Zalina arbeitete mal hier und mal da, um wenigstens ein bisschen Geld zum Leben zu haben, und geriet schließlich an Kriminelle, wo sie Drogen bekam und sich immer wieder den nächsten Kick verpassen musste. So verliefen die Jahre ihres Lebens und forderten dafür ihre Gesundheit. Zalina sah sich ihrem trostlosen Leben hoffnungslos ausgeliefert.

 

Doch lasst uns einen Blick auf die Gemeinde richten, in der Zalina aufgewachsen ist. Dort gab es eine Gruppe älterer Schwestern, die es sich zum Herzensanliegen und zur Aufgabe gemacht haben, für alle Kinder und Jugendlichen zu beten, die einmal die Sonntagsschule besucht haben und jetzt nicht mehr zum Gottesdienst kamen. Wöchentlich trafen sie sich und flehten auch um das Eingreifen Gottes in Zalinas Leben.

Eines Tages erinnerte die junge Frau sich an vergangene Zeiten. Sie war müde – müde von ihrer Sucht, müde von dem täglichen Auf und Ab, müde von der Ungewissheit, was der nächste Tag ihr bringen würde, müde über ihre falschen Freunde und über ihr Leben. Sie dachte daran, was sie zu Hause fast 16 Jahre lang gehört hatte, weinte vor Kummer und hatte nur noch eine Sehnsucht: Ich will frei werden. – Aber jetzt schien es zu spät zu sein. Zalina glaubte nicht, dass Gott ihr alles vergeben könne. Sie kam sich zu schlecht vor. Tag für Tag quälte sie sich herum, war zwischen Hoffen und Zweifeln hin- und hergerissen. Endlich überwand sie ihre Zweifel und auch ihren Stolz und machte sich auf den Weg zurück zu ihren Eltern. Als diese ihre Tochter mit offenen Armen empfingen, brachte sie hervor: »Ich will so gern mein Leben ändern, aber ich kann es nicht. Ich bin zu schlecht!« Die Eltern erklärten ihr, dass sie es nicht richtig verstanden habe. Sie sei nicht zu schlecht, um vom Herrn errettet werden zu können. Liebevoll brachten sie alle Kraft auf, um Zalina zu helfen; aber obwohl sie bei ihnen war, war sie doch nicht ganz da. Die Eltern kamen nicht an sie heran. Alkohol und Drogen hielten die Tochter in ihren Ketten. Letztes Jahr hörten die besorgten Eltern von den christlichen Reha-Zentren und sagten ihr: »Wenn du wirklich willst, dass dir geholfen wird, dann bringen wir dich dorthin. Vielleicht nehmen sie dich auf.« Zalina wünschte sich nichts sehnlicher als das und wurde im Reha-Zentrum als Patientin aufgenommen. Was dann geschah, wissen wir nicht, aber eines durften wir erfahren: Der Herr hat Zalina von ihrer Sucht befreit und ihr das Herz für Sein Wort geöffnet. Bei unserem Gespräch sagte sie voller Dankbarkeit: »Jesus ist gerade dazu gekommen, um zu retten, was verloren ist.« Zalina hat Vergebung ihrer Sünden bekommen und ist nun ein Kind Gottes. Sie, die keine Hoffnung mehr in ihrem Leben sah, hat ihren Halt in Jesus Christus gefunden und möchte von nun an Ihm dienen. Jetzt ist sie seit über einem Jahr in dem Reha-Zentrum, ist dort für den Küchendienst zuständig, melkt die Kühe und versorgt sie.