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Um Christi willen …

»Da sprach Jesus zu Seinen Jüngern: Wenn jemand Mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge Mir nach!« (Matthäus 16,24)

 

Die Nachfolge Jesu kostet uns alle Selbstverwirklichung, die wir natürlicherweise auszuleben suchen, und verlangt von uns Selbstverleugnung, also ein gänzliches Zurückstellen der eigenen Wünsche und Ambitionen zugunsten des Herrn Jesus. Seine Jünger gehen auf einem Weg völliger Hingabe, bei der es sogar erforderlich sein kann, bereitwillig für den Herrn zu leiden und zu sterben.
Diese Forderung Jesu aus dem Matthäus-
evangelium scheint hart zu klingen. Doch lasst uns einmal genauer betrachten, was dahintersteckt. Was wir nie genug betonen können – ob in der Evangelisation oder in der Gemeinschaft mit Gläubigen –, ist die Heiligkeit und Größe Gottes. Wird uns auch nur ein Bruchteil dessen bewusst, muss uns klar werden, dass unsere Ignoranz und Rebellion Gott gegenüber die grausamste Strafe verdient. Doch wir hörten von dem Retter Jesus Christus, der diese grausame Strafe auf sich nahm und für Sünder gestorben ist. Sein Blut und Kreuzestod war der Preis, den Er bezahlte, um Erlösung zu erwirken. Sollte es uns als Christen dann zu viel sein, unser Leben um Seinetwillen zu verlieren?! Werden wir das, was wir oft festzuhalten versuchen, nicht ohnehin zurücklassen müssen, wenn wir sterben – seien es Menschen, Karriere, unser Besitz?! Weil Christus uns zuerst geliebt hat, sollte es uns selbstverständlich sein, Ihn so sehr zu lieben, dass wir uns dabei selbst verleugnen. Weil Er unser Leben ist, können wir Ihm unser Leben hingeben, sodass es uns eine Freude und ein Vorrecht ist, um Seinetwillen zu leiden.

 

Aslan – ein Mann, der alles verlor und Christus gewann

IMG 2358Bei unserer letzten Reise nach Kasachstan in diesem Mai wurden wir herzlich in einer kasachischen Familie aufgenommen, die inmitten eines muslimischen Dorfes wohnt. Aslan und Elnara bewirteten uns, als würden wir zu ihnen gehören, und es wurde in den Gesprächen schnell deutlich, dass der Segen Gottesauf dieser Familie ruht. Wie kommt es, dass eine Familie in muslimischer Umgebung an den Herrn Jesus Christus glaubt und Ihm dient?

Im Jahr 2016 lernten wir Bruder Rauan kennen und stehen seitdem mit ihm in Kontakt. Rauan verkündigt mit großem Eifer den Herrn Jesus Christus. Woche für Woche geht er mit Bibeln in kasachischen Dörfern von Haus zu Haus und redet mit den Menschen über die einzige Errettung in Jesus Christus. Er erlebt viel Ablehnung und auch Hass; aber die Liebe Christi drängt ihn dazu, nicht aufzugeben.
Eines Tages steht er vor Aslans und Elnaras Haustür. Die jungen Moslems hören ihm zu, und Aslan läd Rauan zum Teetrinken ein – dieser junge »Wanderprediger« scheint ein interessanter Gesprächspartner zu sein. Elnara hingegen zeigt sich distanziert. Sie kann nicht verstehen, warum ihr Mann diesen »Ungläubigen« (als solche sehen Moslems die Christen an) eingeladen hat.
Nach dem Besuch kündigt Rauan an, dass er in einer Woche wiederkommen werde – und er hält sein Wort. Eine Woche später steht er vor der Tür und wird vom Hausherrn freundlich empfangen. Aslan hört der Botschaft zu, und immer mehr Fragen kommen in seinem Herzen auf. Woche für Woche sitzen die beiden Männer über Gottes Wort gebeugt. Elnara jedoch will davon nichts wissen; wenn Rauan kommt, steht sie auf und geht hinaus.

Nach einigen Wochen überführte der Heilige Geist Aslan durch die Verkündigung, sodass er glauben konnte, dass Jesus Christus tatsächlich Gottes Sohn ist und an der Stelle von Sündern wie ihm am Kreuz die Strafe für ihre Sünden trug. Er bekannte dem Herrn seinen Unglauben und bat in Reue um Vergebung seiner Sünden.
Von diesem Tag an war Aslans Leben völlig umgekrempelt. Sein Herz sprudelte über vor Freude, auch wenn er nicht ganz verstehen konnte, was jetzt geschehen war. Er versuchte mit seiner Frau darüber zu sprechen, aber sie wies ihn ab. »Du hast den Verstand verloren! Es ist nichts weiter als eine Einbildung.« Insgeheim hoffte Elnara, dass es nur eine vorübergehende Idee ihres Mannes sei – das könnte sie ihm vergeben.

Doch Aslan bat Bruder Rauan, weiterhin zu kommen, und er kam tatsächlich jede Woche, um mit dem erretteten Bruder über den dreieinigen Gott zu sprechen. Aslan war der einzige Gläubige in der näheren Umgebung. Voller Freude erzählte er seinen Verwandten von dem Herrn Jesus, der ihn errettet hat. Mit ihrer Reaktion hätte er nicht gerechnet: Sie wandten sich alle von ihm ab. Natürlich litten auch Elnara und ihre beiden Kinder darunter. Rauan bemerkte Aslans Bestürzung darüber und beruhigte den jungen Bruder: »Diese Reaktion auf das Evangelium ist normal. Bete für deine Frau und die Verwandten.« Das tat der Neubekehrte dann auch. Er betete und flehte zum Herrn um die Errettung seiner Frau. Nach einiger Zeit wollte er ihr am Frühstücks-
tisch aus der Bibel vorlesen. Das war ihr zu viel. Sie stand auf und ging davon. Aslan ging zur Arbeit. Als er am Abend von der Arbeit nach Hause kam, war niemand da. Elnara war nicht zurückgekommen. Angst ergriff sein Herz. »Was habe ich jetzt angerichtet?«, fragte er sich vorwurfsvoll.

Bald erfuhr er, dass sie zu ihrer Schwester gegangen war und ihr alles erzählt hatte, was passiert war. Ihre Schwester war wie sie Muslimin. Deshalb erhoffte Elnara sich Verständnis und Bestätigung von ihr. Doch ihre Schwester hörte nur zu und antwortete dann: »Er ist dein Mann. Wenn er Christ wird, hast du keine andere Wahl, als auch Christ zu werden. Unsere Religion verbietet es uns, uns zu trennen oder uns gegen unsere Männer aufzulehnen. Außerdem hast du gesagt, dass er viel liebevoller geworden ist. Was willst du mehr?! Du hast einen Mann, der gut zu dir ist. Du musst zu Aslan zurückgehen und ihn bitten, dir zu vergeben.«
Schweren Herzens folgte Elnara dem Rat ihrer Schwester und ging zurück zu ihrer Familie. Aslan wollte seine Frau nicht verletzen; doch gleichzeitig drängte es ihn, ihr einfach von dem großen Gott zu erzählen, der der Schöpfer und Herrscher der Welt ist und für Seine Geschöpfe, die sich gegen Ihn aufgelehnt haben, einen Weg der Errettung vorbereitet hat.
Elnara hörte still zu, wehrte sich aber im Innern dagegen.

Als Aslans Arbeitgeber erfuhr, dass er Christ geworden ist, entließ er ihn; denn sein Arbeitgeber war ein Moslem. Die Existenzgrundlage für eine 4-köpfige Familie zu verlieren, war für Aslan als Familienoberhaupt noch schwerer zu ertragen wegen der Tatsache, dass seine Frau nicht voll und ganz hinter ihm stand, auch wenn sie nun seinen Glauben akzeptierte.

Wie oft rebellieren wir innerlich, wenn wir schwierigen Situationen begegnen. Gerade das Kreuz, das Jesus uns mit Freude zu tragen geboten hat, scheint uns zu schwer, das Opfer zu groß; Selbstverleugnung scheint uns unmöglich zu sein. Das ist ein Zeichen dafür, dass unser Blick auf das große Opfer Jesu Christi, auf Seine Liebe und Gnade getrübt ist.

Aslan hielt dem Herrn trotz seiner scheinbar erdrückenden Lage die Treue, und Gott ließ Sein Kind nicht allein. Glaubensgeschwister legten Geld zusammen, sodass Aslan sich 10 Kühe kaufen konnte, von denen er nun die Familie ernährte. Täglich melkten sie seitdem die Kühe, und er fuhr mit der Milch in die Stadt, um sie dort zu verkaufen.

Dann traf die Familie der nächste Schlag, der Elnara den Boden unter den Füßen wegriss.
Sie war seit etwa 6 Monaten mit dem dritten Kind schwanger, als es ihr plötzlich sehr schlecht ging. Deshalb suchte sie ihren Arzt auf, der sie sofort untersuchte. Sein Rat: »Es geht dem Kind nicht gut. Ich rate Ihnen dringend, es abzutreiben, sonst ist nicht nur das Leben des Kindes, sondern auch Ihr Leben in Gefahr.« Diese Worte machten ihr panische Angst. Was sollte sie nur tun?! Als sie es ihrem Mann erzählte, war er schockiert. »Wir können es auf keinen Fall abtreiben. Das ist Sünde.« Wie sollte er ihr den Trost vermitteln, den die Christen im Herrn haben? Er konnte sie nicht beruhigen. Ihr gesundheitlicher Zustand war sehr besorgniserregend. Aslan betete zum Herrn um Gnade für seine Frau. Wenn Gott ihr und dem Kind auch keine Genesung schenken würde, dann solle Er doch ihre Seele erretten. Aslan entschied sich auch dazu, Rauan und die anderen Glaubensgeschwister, die er kannte, über diese schwierige Situation zu informieren. Gemeinsam fasteten und beteten sie um Errettung für Elnara, aber auch um Genesung für sie und ihr ungeborenes Kind, wenn es Gottes Willen entsprach. Es verging keine ganze Woche, und Elnara fühlte, dass Besserung eintrat. Aslan brachte sie in die Großstadt ins Krankenhaus, wo Frau und Kind untersucht wurden. Nach der Untersuchung sagte jener Arzt ihr: »Es ist alles in Ordnung. Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen.«
Elnara verstand gar nichts mehr. »Was ist hier geschehen? Hatte mein Arzt zuvor eine Fehldiagnose gestellt, oder hat Gott hier eingegriffen?« Was hierzu die Antwort sei, wusste Elnara nicht; aber sie hat zum ersten Mal über die Dinge wirklich nachgedacht, die Aslan ihr die ganzen Monate über seit seiner Bekehrung nahezubringen suchte, und sie begann nun, in der Bibel zu lesen. Wenige Monate später hielten Aslan und Elnara überglücklich ein gesundes Mädchen in den Armen.
Gott hat in Seiner Gnade das Gebet der Kinder Gottes erhört und mehr geschenkt, als sie zu erbitten wagten. Der Herr hat Aslans klares Zeugnis, die Verkündigung des Evangeliums und das Lesen in der Bibel gebraucht, um Elnara ihre Rebellion gegen den Herrn zu zeigen und sie zu erretten. Doch – mehr als das, Er gebraucht Aslan und Elnara jetzt beide zusammen, um Seinen Namen unter den Moslems in ihrem Dorf bekannt zu machen.

Die Verwandten hatten von dem schweren Schlag der Familie erfahren, aber auch davon, dass sie jetzt ein weiteres gesundes Kind haben. Deshalb besuchten sie sie, und Aslan nutzte die Gelegenheit, ihnen von der rettenden Gnade Gottes zu erzählen, die auch ihn und seine Frau von der Schuld der Sünde errettet hat. Heute werden sie von ihren Verwandten und von den Mitmenschen im Ort akzeptiert, wenn sie auch nichts mit dem Glauben der Christen zu tun haben wollen. Das völlig veränderte Leben dieser Familie, welches der Herr bewirkt hat, ist den Menschen um sie herum nicht verborgen geblieben.
Aslan sieht seine Aufgabe jetzt darin, Gottes Wort in seiner Umgebung zu predigen. Nach und nach begannen die Dorfbewohner, bei Aslan und Elnara Milch zu kaufen. Gott schenkte dabei zahlreiche Möglichkeiten, Jesus Christus zu bezeugen, und einige Nachbarn kommen nun zu ihnen nach Hause und hören bereitwillig zu, wenn Aslan ihnen erklärt, dass Gott uns Seine Liebe dadurch gezeigt hat, dass Er Seinen einzigen Sohn in diese Welt sandte, damit jeder, der an Jesus glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht.

Aslan und Rauan sowie andere Geschwister bedanken sich herzlich für die Bibeln, die sie durch das Missionswerk bekommen haben, und freuen sich darüber, dass sie Gottes Wort ihrem Volk weitergeben dürfen. Gott wirkt in Kasachstan, liebe Missionsfreunde! Sein Wort hat die Kraft, Menschen zur Umkehr zu bringen und ihnen den rettenden Glauben zu vermitteln.