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Sibirien braucht Gottes Wort!

 

Vom Ural bis zu den Gebirgen der Wasserscheide (zwischen Nordpolarmeer und Pazifik), vom Nordpolarmeer bis hinunter an die Grenze der Mongolei und von China, erstreckt sich Sibirien – etwa 10 Mio. km², auf denen schätzungsweise 25 Mio. Einwohner leben.

Zum Vergleich: In Deutschland leben ca. 83 Mio. Einwohner, und Sibirien ist flächenmäßig fast 28 Mal so groß!

Arktische Kältewüste, Tundra, Taiga, Steppe – scheinbar unendliche Weiten, riesige Waldgebiete, glitzernde Flüsse und Seen, ein schier unerschöpflicher Reichtum an Bodenschätzen, die atemberaubende Schönheit der Natur –, das ist Sibirien. Wer auch nur einen Bruchteil davon gesehen hat und sich weigert, an Gott den Schöpfer zu glauben, ist einer der bedauernswertesten Menschen der Erde. Sibirien hat aber auch eine andere Seite, die ebenso eisig und unbarmherzig ist wie die kalten, rauen Winter dort. Diese finstere Seite spiegelt sich in der heutigen Bevölkerungssituation wider. Denn nur die wenigsten Menschen, die hier leben, haben ihre Wurzeln in Sibirien und gehören indigenen Bevölkerungsgruppen an. Ja, es gab immer wieder Menschen, die nur aus dem Grund herkamen, um die Reichtümer des Landes für sich zu nutzen; aber die meisten wurden gegen ihren Willen nach Sibirien verbannt: in Ungnade gefallene Bedienstete, politische Gefangene, Verbrecher, über 1 Mio. Wolgadeutsche und weitere Millionen von Menschen, die aufgrund ihrer Konfession oder Herkunft unerwünscht waren …

Durch den Gulag (die Strafgefangenenlager) des 20. Jahrhunderts ist Sibirien schließlich weltweit zum Synonym für Verbannung geworden.

Heute sieht man davon nur noch die Überreste. Die Probleme der Bevölkerung sind andere. Vielen sitzt der Kommunismus noch in den Knochen. Und obwohl das Land reich an Bodenschätzen ist, lebt es in Armut und Verwahrlosung.

 

Wer soll ihnen das Evangelium bringen?

Johann und Niko Derksen sind dort in Sibirien geboren und aufgewachsen. Beide dienen dem Herrn von ihrer Jugendzeit an. Auch ihre Vorfahren waren unter den Gefangenen des Gulag. Niko war 14 und Johann 29 Jahre alt und bereits verheiratet, als ihre Familie die Möglichkeit bekam, nach Deutschland auszureisen. Bruder Johann wusste, was der Kommunismus und die Verbannung aus Sibirien und seinen Einwohnern gemacht hatte, und er liebte das Volk. Er fragte sich: Wer soll ihnen das Evangelium bringen, wenn so viele Christen das Land verlassen? Wer verkündigt ihnen Jesus Christus, den Schöpfer der Welt, den Gekreuzigten und Auferstandenen, den Herrn und König? Er wollte es tun; ihn hat Gott berufen, Sein Wort diesen Hoffnungslosen zu bringen. Die Entscheidung stand fest: Er blieb dort. Sibirien war und ist sein Zuhause.

Sibirien braucht Gottes Wort 2

Heute dient Bruder Johann als Pastor und Prediger in einer sibirischen Gemeinde, betreut weitere Gebiete und Missionare und sucht selbst Dörfer auf, die weit von der Stadt entfernt liegen, um den Menschen dort die Frohe Botschaft von Jesus Christus zu bringen. Vor 5 Jahren haben wir ihm zum ersten Mal Bibelkommentare von Matthew Henry geschickt. In den Jahren 2016/17 ließen wir weitere Ressourcen an Literatur, darunter überwiegend Studienmaterial wie auch wieder die Matthew Henry Kommentare und andere erbauliche Schriften für Gläubige dorthin liefern. Als wir ihn im September 2017 besuchten, sahen wir eine andere Not: Die Geschwister gehen zwar in die Dörfer, bezeugen den Menschen Christus, geben ihnen kleine Schriften in die Hand, haben aber einen Mangel an Bibeln für die Evangelisationsarbeit.

Der Herr sorgte dafür, dass im Jahr 2018 2.000 Bibeln für den Dienst unter Ungläubigen dorthin geschickt werden konnten – und im vergangenen Jahr noch einmal 2000 Bibeln für den gleichen Zweck.

Wir sind dem Herrn so dankbar für die Geschwister im Herrn, die bereit waren, uns bei diesem wichtigen Dienst zu unterstützen. Er erwärmte Herzen dafür und sorgte für freudige Diener, um den Menschen dort in der Umgebung Jesus Christus zu bezeugen und ihnen die Bibeln weiterzugeben.

 

Zeugnisse freudiger Diener Gottes

Die Geschwister trafen auf heruntergekommene Hütten und erbarmungswürdige Menschen. Bei solch einem Anblick muss man bald an unseren barmherzigen Herrn denken, der sich der Sünder und der Armen besonders annahm (siehe Mt. 11,25-30).

Einer der Brüder erzählte, dass alle seine Verwandten oben in den Bergen wohnen und ungläubig sind. Er erzählt ihnen von Jesus Christus und gibt ihnen kleine Schriften weiter. Jetzt war er so dankbar für die Bibeln, von denen auch er einige seinen Verwandten weitergeben durfte. Sein größter Wunsch für sie ist, dass sie errettet werden. Gott hat ja auch ihm Sein Wort zugänglich gemacht und ihn errettet. Dafür will er Gott auf ewig danken. Nicht nur seine Verwandten liegen ihm am Herzen, sondern auch die armen Menschen aus den umliegenden Dörfern. Er ist jetzt 63 Jahre alt und ist nicht mehr berufstätig. Somit freut er sich sehr über das Vorrecht, seine Zeit mit einem so wunderbaren Dienst zu verbringen.

Ein weiterer Bruder dient Gott als Missionar in Sibirien und bedankte sich ebenfalls für 200 Bibeln, die er bekommen hat. Er ist gemeinsam mit anderen Geschwistern von Haus zu Haus gegangen, hat den Menschen Jesus Christus bezeugt und ihnen Bibeln weitergegeben. Viele Menschen haben dieses wertvolle Geschenk angenommen. Den Empfängern waren die Freude und Überraschung aus dem Gesicht abzulesen; sie waren so dankbar dafür. Nun hat er sogar gefragt, ob er mehr Bibeln für jenes Gebiet bekommen könne.

Die Menschen, die eine Bibel geschenkt bekommen haben, werden häufiger besucht. Welch eine Gnade, dass Gott heute Sein Wort verkündigen lässt, und dass Er es Menschen erlaubt und sie dazu befähigt, Ihm zu dienen! Johann und seine Frau Lisa waren im letzten Jahr bei uns in Deutschland und sind gemeinsam mit Niko und seiner Frau Lisa nach Sizilien gereist, wo sich die VOH-Missionsstation befindet. Dieser Besuch war für Bruder Johann ebenso ermutigend wie für unseren Mitarbeiter Daniel Lusenie. Es kommen so gut wie täglich Menschen zu Daniel in den Versammlungsraum, stellen ihm Fragen, lesen mit ihm in der Bibel und auch in den Büchern, die dort vorhanden sind, und beten gemeinsam. Diese Möglichkeit bietet Bruder Johann auch Menschen aus seiner Umgebung in Sibirien. Einmal in der Woche haben sie einen Abend der offenen Tür und laden Menschen dazu ein, bei einer Tasse Tee und Gebäck in Ruhe zu lesen – entweder die Bibel oder die Literatur aus ihrer Bibliothek. Die Bücher werden auch ausgeliehen. An diesem wöchentlichen Abend ermutigen die Geschwister dazu, Fragen zu stellen, und sie sind für ein persönliches Gespräch und gemeinsames Gebet da.

Eine Frau folgte der Einladung und hat zum ersten Mal in ihrem Leben in der Bibel gelesen. Sie kam immer wieder und sagte, dass die Bibel ihr ein kostbarer Schatz geworden ist. Sie hatte nicht gewusst, wie wertvoll dieses Buch wirklich ist, und stellt jetzt viele Fragen dazu.

Es ist wirklich erstaunlich, was die Verbreitung von Bibeln und der Abend der offenen Tür auslösen! Möge Gott durch Sein Wort und Seinen Geist diese in zweifacher Hinsicht armen Menschen zum Leben erwecken und Sein Reich in diesen notvollen Regionen Sibiriens bauen!

 

»Zu jener Zeit begann Jesus und sprach: Ich preise Dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass Du dies vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen geoffenbart hast!«

Matthäus 11,25