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Buchprojekt

Jona - Ein religiöser Mensch auf der Flucht vor Gott

 

JONA

Predigten von Hermann F. Kohlbrügge

In sieben Predigten erläutert Hermann Friedrich Kohlbrügge den Glaubenskampf, in dem der Herr uns oftmals nach schwersten Niederlagen und Zerbruch zum großen Sieg führt. Es geht um den Glaubenskampf, in dem Gott uns lehrt, dass Er den ansieht, der nichts mehr ist, der sich – ganz und gar zerbrochen – in wahrer Demut dem Herrn unterwirft. Das erlebte Jona, als er sich vor Gott und Menschen als Sünder bekannte, sich über Bord werfen ließ und aus der Tiefe zu Gott rief.

Wie Jona wird jedem wahrhaft Gläubigen, auch mitten in schrecklichster Anfechtung, vom Heiligen Geist die Gewissheit der Gnade und Errettung zuteil. Doch wie handelte Gott, als Jona – aus der Tiefe des Todesrachens errettet und erhöht – wieder unverständig und in seinem Herzen überheblich und eigensinnig wurde? Der liebende Vater belehrte in Seiner Gnade und Langmut den Propheten, und diese Belehrung erfahren alle Kinder Gottes ihr Leben lang. In der „Tiefschule Gottes“ können sie Gehorsam und freudige Unterordnung unter Seinen vollkommenen und wunderbaren Willen lernen. – In der siebten und letzten Predigt zeigt Kohlbrügge dann in strahlendem Glanz das Herzstück, den einzigen und ewigen Grund unserer Errettung aus Tod, Sünde und Not und aller Gewalt der Hölle: Jesus Christus und Seine Gerechtigkeit.

 

Vorwort

Anfang der neunziger Jahre hatte ich das Vorrecht, einige Wochen im äußersten Süden von Deutschland zu verbringen. Während ich einen Spaziergang in jenem wunderschönen Teil der Natur machte, las ich ein Buch über den Propheten Jona. Ich war so sehr von dem Text ergriffen, dass ich es nicht bemerkte, dass ich in die Nähe der tschechoslowakischen Grenze gelangt war. Erst im letzten Moment brachte mich ein Schild mit einem beängstigenden Totenkopf und einem tschechischen Wort (ich glaube, dass es „Prozor!“ war, das „Halt!“ bedeutet) in die Realität zurück.

Die Schrift, die mich so tief berührte, ist das Buch, das Sie jetzt in den Händen halten. Es sind sieben Predigten über Jona, geschrieben von dem in den Niederlanden geborenen Dr. Hermann Friedrich Kohlbrügge (1803-1875). Seine Botschaft war von den religiösen Führern seiner Zeit nicht mit Jubel empfangen worden. Kohlbrügge musste deswegen nach Deutschland auswandern. Bis zu seinem Tod hat er der Gemeinde von Elberfeld gedient und dort mit viel Segen gewirkt.

Kohlbrügge muss ein außergewöhnlich ehrlicher Prediger gewesen sein. In seiner Erklärung von Gottes Wort verschonte er niemanden, auch nicht die „Frommen“. Dennoch nimmt man immer wieder wahr, dass Gottes Wort zunächst ihn zurechtwies und Demut lehrte. Seine Predigt entzog den Zuhörern alle falschen Stützen, war aber auch sehr trostreich für diejenigen, die mit leeren Händen dastehen. Es ist die Verkündigung der Gnade Gottes, geoffenbart im „größeren Jona“, dem Herrn Jesus Christus. Damit der Leser einen Eindruck erhält, gebe ich hier einige Zitate aus diesem beeindruckenden Buch wieder.

Kohlbrügge weist darauf hin, dass Jona zu dem Zeitpunkt, als er über Bord geworfen worden ist, von allen Lebenden und allem Leben abgeschnitten ist. Aber gerade in diesem Zustand ist der Herr mit ihm mit Seiner vollen Seligkeit. „Darum über Bord mit uns, ins Meer der göttlichen Gnade! Da taucht man wie ein Wunder wieder auf nach drei Tagen und drei Nächten.“

Jona wollte fliehen, aber er musste doch zum gottlosen Ninive gehen. Wir blicken oft auf diese Städte herab; aber lasst uns mit unseren Urteilen vorsichtig sein! „Wenn Gott einen in Seiner Erbarmung ansieht, ihn in Seinem Christus ansieht, so wird er in dem Herrn, Seiner Gerechtigkeit vor Gott, gerecht sein, auch durch und durch heilig. Aber ein solcher Mensch ist und bleibt an und für sich ein Gottloser; und wenn er sich über einen Verbrecher erhebt, so wird er ein Gräuel in den Augen dessen sein, der sich nicht schämt, der Sünder und aller Verlorenen Gott zu heißen. Oder war Ninive gottloser als Jerusalem und Samaria? Es wird sich am Tag des Jüngsten Gerichts herausstellen, was gottloser gewesen ist, Ninive und Paris, oder Elberfeld.”

Als der Herr Ninive rettet, ist Jona zornig, und er betet darum, sterben zu dürfen. Kohlbrügge vergleicht dieses Gebet mit einem früheren Gebet von Jona. „Wir haben zwei Gebete von Jona. Beide betete er mit tief bewegtem Gemüt. Das erste betete er aus dem Bauch des Fisches – da lag Jona in der Hölle; das war ein gutes Gebet. Das betete er aber nicht selbst, das betete der Heilige Geist ihm vor, und er sprach es nach; von diesem Gebet verstand Jona selbst nicht mal alles, der Herr hat es aber erhört und in Erfüllung gebracht. Hier jedoch haben wir ein anderes Gebet, – es war aber ein schlechtes Gebet, wobei er im umgekehrten Sinn nicht wusste, was er betete. Hätte Gott nun sein Gebet in der Hölle nicht allein gelten lassen, so wäre Jona übel dran gewesen, denn er stieß mit diesem letzteren Gebet seinen ganzen guten Weg um, welcher durch die Hölle gegangen war, und warf die Seligkeit Gottes weg, wozu er aus solcher Hölle hervorgekommen ist.”

Die Verlockung ist groß, noch mehr aus diesen tiefsinnigen Predigten hervorzuheben; aber das machen wir nicht. Es ist besser, dass Sie selbst das Buch in die Hand nehmen. Möge Gott durch diese sieben Predigten zu Ihnen sprechen und Sie segnen.

 

Pfarrer Cornelius Sonnevelt,
Vorsitzender der Stiftung Freunde von Heidelberg und Dordrecht